Russell attackiert, mercedes zündet: australien schockt die neue formel-1-ordnung

20 Autos auf der Startaufstellung, zwei schon in der Auslaufrunde kaputt, einer nach neun Minuten mit zerlegtem Red Bull – und am Ende lacht George Russell. Der Mercedes-Mann rast in Melbourne durch ein Safety-Car-Chaos, lässt Charles Leclerc stehen und schreibt die erste Kapitelüberschrift der Saison 2025: Die Großen sind wieder da, die Jungen kommen, die Großen-Motoren-Fabriken zittern.

Russell rutscht weg, mercedes schaltet um

Leclerc nimmt ihm die Pole schon vor der ersten Kurve ab, weil Russell die Reifen verkokelt. „Das war sehr gefährlich von Charles, darüber haben wir doch vorher gesprochen“, funkt er über Funk. Doch die Box holt ihn und Kimi Antonelli exakt in dem Moment, als das virtuelle Safety Car die Geschwindigkeit drosselt. Ferrari lässt beide Fahrer draußen, Hamilton platzt der Kragen: „Wenigstens einen von uns hättet ihr reinklemmen müssen!“ Die Rechnung geht auf: Doppel-Coup für Mercedes, Platz eins und zwei. Leclerc wird nur Dritter, Hamilton Vierter.

Hinter den Top-Four tobt der Nachwuchs. Arvid Lindblad, 18, jagt mit dem zweiten Red Bull auf Rang acht und lässt die Tribüne jubeln. Gabriel Bortoleto, 21, schiebt den Audi-Debütanten in die Punkte – Neunte, direkt ein Punkterennen für Ingolstadt. Audi-Sportchef Dieter Gass atmet tief durch: „Endlich starten wir mit einem Ergebnis, das man schreiben kann.“

Die ausfälle erzählen die andere hälfte der geschichte

Isack Hadjar gibt nach acht Runden auf und quakt: „Es ist alles kaputt!“ – das erste Debakel für den Franzosen im Red-Bull-Kokon. Valtteri Bottas rollt aus, Fernando Alonso und Lance Stroll bleiben in der Garage, Sergio Perez verliert Teile seiner Karosserie – Cadillac ohne Lack. Die Startaufstellung schrumpft auf 16 Fahrzeuge, bevor die Zielflagge fällt.

Die neue Saison liefert keine Langeweile, sondern einen Tempowahn von der ersten Minute. Wer glaubte, Red Bull würde weiter dominieren, sieht sich getäuscht. Wer dachte, Mercedes sei weg vom Fenster, kriegt einen Kinnhaken. Und wer die jungen Wilden unterschätzt, lernt die Namen Lindblad und Bortolete auswendig. Die Formel 1 2025 ist ein offener Schlagabtausch – und Melbourne war erst der erste Schlag.