Msv duisburg patzt erneut: remis gegen schlusslicht havelse versetzt aufstiegsträume einen dämpfer
Der MSV Duisburg hat sich selbst geschlagen. Trotz 70 Prozent Ballbesitz, 17 Torschüssen und einer Überzahl an Chancen reichte es nur zu einem 1:1 gegen den Tabellen-Vorletzten TSV Havelse. Die Meidericher verpassten damit nicht nur den Sprung an die Tabellenspitze, sondern ließen auch die letzten Zweifel aufkommen, ob der Aufstieg wirklich nur eine Frage der Zeit ist.
Das spiel im wiederholungsmodus
Wie schon so oft in dieser Saison: Duisburg beginnt dominant, verpasst die Vorentscheidung und kassiert einen Konter. Arlind Rexhepi netzte nach 20 Minuten ein, weil die MSV-Abwehr bei einem Standard wie angewurzelt stand. Tobias Fleckstein glich zwar aus, doch die späte Drangphase blieb ergebnislos. Die Zahlen sind vernichtend: fünf Spiele, sieben Punkte, nur zwei Siege seit Jahresanfang.
Trainer Uwe Schubert schüttelte nach Abpfiff nur den Kopf. „Wir haben alles reingeworfen, nur nicht den Ball rein“, sagte er sichtlich mitgenommen. Die Frage, warum seine Mannschaft gegen das zweitschwächste Team der Liga nicht gewinnt, konnte auch er nicht beantworten. Die Antwort liegt wohl tiefer: Der MSV fehlt die Killer-Instinkt, die nötige Konstanz, um eine Saison über 38 Spieltage zu dominieren.

Die tabelle lügt nicht
Duisburg ist Dritter, punktgleich mit Verfolger Waldhof Mannheim, aber bereits fünf Zähler hinter Spitzenreiter Dynamo Dresden. Die Devise „alles in eigener Hand“ gilt nur noch theoretisch. Havelse hingegen feiert ein kleines Lebenszeichen, bleibt aber auf dem Relegationsplatz. Für die Niedersachsen war das Remis wie ein Sieg, für den MSV wie eine Niederlage.
Die Saison ist noch lang, doch die Uhr tickt. In neun Tagen geht’s nach Freiburg zum Breisgau-Brasilianer. Wer da nicht drei Punkte holt, darf sich nicht wundern, wenn die Aufstiegsfeier woanders stattfindet.
