Mourinho: benfica-erfolg, italien-skandal & real-fantasien?

José Mourinho, der portugiesische Fußball-Taktiker, hält die Schlagzeilen – und das aus mehreren Gründen. Während er mit Benfica Lissabon eine beeindruckende Serie in der Liga vorweist, sorgt er in Italien für Gesprächsstoff und lässt durchblicken, dass eine Rückkehr zu Real Madrid nicht völlig ausgeschlossen ist. In einem Interview in Mailand, der Stadt seiner Champions-League-Triumph mit dem Inter, ließ der „Special One“ seine Gedanken schweifen.

Lob für den mailänder fußballhelden

Mourinho begann seine Ausführungen mit Anerkennung für Cristian Chivu, der aktuell eine erfolgreiche Trainerlaufbahn in der Jugendabteilung des Inter beginnt. „Es ist im Fußball schwer zu sagen, aber Cristian hat etwas Intelligentes gemacht: Er ist nicht durch spontane Generation zum Trainer geworden. Er hat Jahre damit verbracht, sich vorzubereiten, Kurse zu absolvieren und hat sich der Serie A bei einem Verein mit weniger Druck angeschlossen“, so der Portugiese.

Die Frage, ob der FC Porto die Primeira Liga gewinnen wird, beantwortete Mourinho pragmatisch: „Man mag seinen Spielstil und seine Kommunikation lieben oder ablehnen. Aber wenn man gewinnt, dann gewinnt man. Und meiner Meinung nach verdient Porto die Meisterschaft.“

Korruptionsvorwürfe in italien: mou hält sich zurück

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Auch der jüngste Korruptionsskandal im italienischen Fußball umstritt Mourinho. „Ich habe eine Idee, was hier vor sich geht, aber ich möchte nicht vorschnell Schuldzuweisungen machen, bevor Beweise vorliegen. In Portugal sagt man, wo Rauch ist, da ist auch Feuer – aber wir werden abwarten“, äußerte sich der Coach zurückhaltend. Er betonte, dass er lieber „gegen das System kämpft, als gegen Schiedsrichter.“

Interessant: Mourinho zeigte sich wenig interessiert an einer möglichen Trainerstation in Spanien im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft. Er lobte zwar Argentinien und Frankreich, aber Spanien ließ er unerwähnt.

Die zukunft mit benfica und die rolle des nationaltrainers

Die zukunft mit benfica und die rolle des nationaltrainers

Die Frage nach seiner persönlichen Zukunft beantwortete Mourinho mit einem Augenzwinkern. „Ich denke darüber nach, aber auch darüber, wie mein Leben ohne Fußball aussehen würde. Ohne das tägliche Gewinnen, Verlieren und Unentschieden. Das kann ich mir momentan nicht vorstellen. Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt“, erklärte er.

Mourinho scheint sich voll und ganz auf seine aktuelle Aufgabe bei Benfica zu konzentrieren, auch wenn die Fantasien über eine Rückkehr zu Real Madrid oder eine mögliche Trainerstation bei einer Nationalmannschaft weiterhin kursieren. Ob diese Träume Realität werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Solange José Mourinho am Spielfeldrand steht, wird es nie langweilig.