Monaco dreht 15-punkte-debakel um und schlägt efes in istanbul
Ein Viertel reichte. 32:20 lautete die Schlussoffensive, mit der AS Monaco das türkische Efes-Aus im Übergang vom 15-Punkte-Rückstand ins 98:93-Glück verwandelte. Der Sieg hält die Monegassen im vorderen Play-off-Rang der EuroLeague – und beweist, dass das neue Projekt unter Manuchar Markoishvili endlich wieder Standfestigkeit zeigt.
Hezer lässt monaco zittern, blossomgame schlägt zurück
Shane Larkin fehlte, doch Will Clyburn und vor allem Antoine Hezer schienen dessen Ausfall zu kompensieren. Hezer traf zehn seiner 15 Würfe, sammelte 26 Punkte und zog im zweiten Viertel mit einem 17:2-Lauf die Schneise, die Monaco vor allem in der Defensive ohnmächtig erscheinen ließ. Halbzeitstand: 55:44 für Efes.
Doch Basketball ist ein Spiel der Runs. In der Kabine sprach Markoishvili Klartext – und setzte auf die Energie des Banks. Jaron Blossomgame antwortete mit sieben Punkten in den letzten drei Minuten, darunter der Dreher zum 92:88 und zwei Freiwürfe, die den Deckel draufmachten. Die Statistik: 17 Punkte, 6 Rebounds, nur ein Ballverlust – ein Statement, das sich sehen lassen kann.
Deutscher Schlagabtausch unter dem Korb: Daniel Theis behielt gegen Nick Weiler-Babb die Oberhand. Zehn Punkte, fünf Rebounds, ein geblockter Wurf – und die wichtige Ruhe in der Zone, als Efes das Pick-and-Roll bis zur Erschöpfung spielte. Weiler-Babb kam auf 15 Minuten Spielzeit, blieb ohne Korberfolg, lieferte aber vier Assists. Kleines Trostpflaster: Er war es, der Theis in der ersten Halbzeit kurzfristig in Schwierigkeiten brachte.

Monaco beendet negativserie und behält play-off-traum
Die letzten Wochen waren geprägt von Verletzungspech, internen Querelen und einem abrupten Trainerwechsel. Sasa Obradovic musste gehen, Markoishvili übernahm. Die Verantwortlichen in der Principauté forderten schnelle Stabilität – genau die lieferte die Mannschaft im Übergangsviertel. Mit dem dritten Sieg in Folge klettert Monaco auf Platz sieben, drei Zähler vor dem ersten Nicht-Play-off-Rang.
Die Konkurren schläft nicht: Valencia kassierte eine Heimniederlage gegen Barcelona, Olympiakos ließ Baskonia keine Chance, Bayern München unterlag überraschend Dubai. Für Monaco heißt es: Weiterlaufen, bevor sich die Tabelle wieder kippt. Das nächste Feuertauchen folgt schon am Freitag gegen Zalgiris Kaunas – ein Gegner, der ebenfalls seine Play-off-Chance wahren will.
Die Zahlen sind klar: Wer in der EuroLeague dreimal in Folge gewinnt, schafft es mit 87-prozentiger Wahrscheinlichkeit in die Top acht. Monaco hat die Kurve bekommen – und die Liga spürt den Schwung. Istanbul war erst der Anfang.
