Mick schumacher bleibt in arlington im schatten – drittes rennen, drittes debakel
Mick Schumacher fährt in Arlington nicht nur hinterher – er jagt seiner eigenen Formel-1-Vergangenheit hinterher und findet sie nicht. Platz 22, letzter Mann auf der Zielgeraden, drittes Mal in Folgendem Durchrutschen statt Durchstarten.
Die Szene, die alles kaputtmachte, spielte sich schon in der ersten Runde ab. Schumacher touchierte Christian Lundgaards McLaren, kassierte eine Drive-through-Strafe, drehte später selbst ab. Was bleibt, ist ein Auto, das überrundet wird, und ein Name, der plötzlich wieder nur ein Etikett ist.
Sturmwarnung vorzeitig, karriere-warnung pünktlich
Weil Gewitter über Texas zogen, verlegte die Serie den Start um eine Stunde – für Schumacher half auch diese Extrazeit nicht. Kyle Kirkwood fuhr souverän zum Sieg, während der Deutsche im Honda der RLL-Truppe nur noch den Dunst der Konkurrenz vor sich sah. Drei Rennen, drei Mal keine Punkte. Die Statistik lautet: 0 von 276 möglichen.
Die IndyCar-Saison ist noch jung, aber ihre Geduld ist es nicht. In St. Petersburg flog er raus, in Phoenix wurde er 18., jetzt 22. Die Unterschiede sind marginal, die Botschaft eindeutig: Überholmanöver gelingen nur im Klassifikationsbogen, nicht auf der Strecke.

Einziger deutscher – und trotzdem allein
Schumacher ist der erste deutsche Pilot in der Serie seit Timo Glock 2005. Das klingt nach Premiere, ist aber vor allem ein Reminder: Wer als letzter Deutscher gilt, kann trotzdem ganz vorne leer ausgehen. Die nächste Chance kommt vom 27. bis 29. März in Birmingham, Alabama. Dort will er die Trendwende – oder die nächste Demütigung.
Die Zielgerade in Arlington war nur 0,8 Meilen lang. Für Mick Schumacher fühlt sie sich wie eine Ewigkeit an, in der er immer noch auf den Befreiungsschlag wartet. Solange der nicht kommt, bleibt er das lebende Beispiel dafür, dass ein berühmter Nachname keine Rundenzeit beschleunigt.
