Union berlin schlägt freiburg dank jeong und atmet durch
Der Atem kommt zurück nach Köpenick. Union Berlin hat im Kampf gegen den Abstieg einen Dreikäsehoch-Sieg gelandet und dabei sogar eine 16 Heimspiele andauernde Freiburger Unbesiegtheit zerschellen lassen. Woo-Yeong Jeong traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit, die Eisernen jubelten wie im Endspiel – und plötzlich liegen sieben Punkte über dem Relegationsrang.
Jeong riss den knoten mit seinem ersten saisontor
Steffen Baumgart ballte die Faust, rannte in Richtung Gästeblock und ließ die Anspannung von Wochen in einem einzigen Schrei raus. „Wir haben heute einfach mal wieder gespielt, was wir können“, sagte er nach Abpfiff, ohne große Worte für die zuvor sieben sieglose Partien zu verschwenden. Die Mannschaft hatte sich auf vier Positionen umgestellt, Matheo Raab stand erstmals zwischen den Pfosten – und hielt, was zu halten war.
Freiburg dominierte mit 70 % Ballbesitz, schoss aus der Distanz, fand aber keine Lücken. Union wartete, schob die Räume eng und schaltet in Sekundenschnelle. Alex Kral vergab die größte Chance der Gäste (69.), doch das letzte Wort hatte Jeong, der nach einem Konter aus spitzem Winkel vollendete. „Wir haben zusammengearbeitet wie die letzten Tage auf dem Trainingsplatz“, sagte der Südkoreaner, „und deswegen ist der Sieg verdient.“

Freiburgs heimserie endet mit einem paukenschlag
Für den SC Freiburg bedeutet die Niederlage das Aus einer Serie, die seit August andauerte. Julian Schuster wechselte früh, brachte frisches Tempo – doch Union stand tiefer denn je. Die Breisgauer blieben harmlos, Eggesteins Fernschuss segelte über den Querbalken, Iriés Volley flog ins Aus. Als Jeong einschob, verstummte das Europa-Park-Stadion binnen Sekunden.
Mit acht Spielen vor der Brust hat Union nun Luft, während Freiburg auf Platz acht abrutscht und den Anschluss an die internationalen Ränge verlieren kann. Die Eisernen reisen nächste Woche nach Hoffenheim, wo schon wieder sechs Punkte im Sinn stehen. Baumgart wischte die Frage nach der Europa-League-Hoffnung weg: „Erst mal schlafen, dann schauen wir weiter.“ Die Maske ist runter, der Befreiungsschlag sitzt – und Köpenick traut sich wieder zu träumen.
