Mexiko vor herausforderung: kann 'el tri' bei wm 2026 glänzen?
Die Augen der Fußballwelt richten sich auf Mexiko, einen der Gastgeber der WM 2026. Doch für die 'Selección Mexicana' geht es um mehr als nur das Ausrichten des Spielfelds – sie wollen zeigen, was sie können und die bittere Erinnerung an das vorzeitige Ausscheiden in der Gruppenphase der letzten Weltmeisterschaft hinter sich lassen.

Javier 'el vasco' aguirre: ein erfahrener coach unter druck
Unter der Leitung des legendären Javier Aguirre, der im mexikanischen Fußball als 'El Vasco' verehrt wird, hat das Team bereits die CONCACAF Gold Cup und die Nations League gewonnen. Diese Erfolge haben die Hoffnung im Land der Nopales neu entfacht, doch die Erwartungen sind hoch. Aguirre steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Er soll ein Team führen, das zwar nicht mit den Stars vergangener Zeiten aufwarten kann, aber dennoch in der Lage sein, bei einem Heimturnier zu bestehen.
Der Start ins Turnier war vielversprechend: Ein 2:0-Sieg gegen Südafrika im Eröffnungsspiel gab den Ton an. Parallel dazu sicherte sich Südkorea einen knappen 2:1-Sieg gegen die Tschechische Republik. Die Tabelle sieht nach der ersten Runde wie folgt aus:
Gruppe A
- Mexiko: 3 Punkte
- Südkorea: 3 Punkte
- Tschechische Republik: 0 Punkte
- Südafrika: 0 Punkte
Die kommenden Spiele werden entscheidend sein. Am Donnerstag, den 18. Juni, treffen die Tschechen auf Südafrika im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, während Mexiko gegen Südkorea im Estadio Akron in Guadalajara antreten wird. Die Abschlussspiele der Gruppenphase finden in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni statt, wenn Mexiko auf die Tschechische Republik trifft und Südafrika gegen Südkorea antritt.
Die Hoffnung ruht auf jungen Talenten
Die Stärke des mexikanischen Teams liegt nicht in individuellen Ausnahmespielern, sondern in der Solidarität und dem Kampfgeist. Die beiden Giménez-Brüder, Raúl und Santi, gelten als Hoffnungsträger, während César Montes die Abwehr stabilisiert und Edson Álvarez das Mittelfeld lenkt. Auch die jungen Talente Marcel Ruiz und Gilberto Mora könnten überraschen und frischen Wind in das Team bringen.
Südkorea setzt auf Erfahrung und junge Kraft
Südkorea blickt auf eine wechselvolle WM-Historie zurück. Nach dem vierten Platz unter Guus Hiddink im Jahr 2002 gab es zwar einige Achtungserfolge, doch das Team konnte an diesen Leistungen nicht dauerhaft anknüpfen. Trainer Klinsmann, der nun die MLS favorisiert, hat das Team verlassen. Dennoch ist die 'Taegeuk' bekannt für ihren unbändigen Willen und ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft. Der Superstar Son Heung-min, der mit 54 Toren dem historischen Rekord von Cha Bum-kun (58 Tore) bedrohlich nahe ist, wird weiterhin das Spiel der Koreaner dominieren, unterstützt von der Defensivkraft Kim Min-jae und der Spielintelligenz Hwang In-beom. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kang-in Lee, dem jungen Talent, das bereits bei der U20-Weltmeisterschaft 2019 brillierte.
Südafrika: Erinnerungen an glorreiche Zeiten
Südafrika blickt mit Wehmut auf die glorreichen Zeiten zurück, als Spieler wie McCarthy, Masinga, Fish und Radebe das Team in die WM 1998 führten. Ronwen Williams, der Kapitän und Torwart, wurde für seine Leistungen sogar für den Yashin-Preis nominiert. Lyle Foster versucht, die Torflaute zu beenden, während Percy Tau und Oswin Appollis für die nötige Geschwindigkeit sorgen. Die mögliche Einbindung des jungen Verteidigers Tylon Smith (20 Jahre) könnte dem Team zusätzlichen Schwung verleihen.
Die Tschechen: Ein historisches Comeback
Die Tschechische Republik feierte ein historisches Comeback bei der WM, nachdem sie 20 Jahre lang ferngeblieben waren. Ihr Weg zur Qualifikation war dramatisch: Ein nervenaufreibender Elfmeterschießen gegen Dänemark sicherte ihnen den Ticket. Das Team, angeführt von erfahrenen Spielern wie Soucek und Darida, vereint die Stärke der Premier League mit dem Talent der heimischen Liga. Patrick Schick ist die zentrale Figur im Angriff, unterstützt von Sulc und Provod.
Die WM 2026 in Mexiko wird ein spannendes Kapitel in der Geschichte des Fußballs. Ob 'El Tri' seine Chance nutzen kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Fans dürfen auf eine mitreißende Turnier erwarten. Die Hoffnung auf den ersten 'Quinto Partido' – das Viertelfinale, das für Mexiko zum Albtraum geworden ist – ist größer denn je.
