Schick-kritik wächst: legende rosicky spricht offen über den stürmer!
Atlanta – Patrik Schick, der gefeierte Leverkusener Stürmer, steckt bei der WM in Südkorea in einer Krise. Nach dem enttäuschenden Auftakt, in dem er ohne Torschuss blieb und nach nur 63 Minuten ausgewechselt wurde, mehren sich die Stimmen der Kritik. Doch nun meldet sich eine tschechische Fußball-Legende zu Wort und nimmt die Situation des Angreifers unter die Lupe.
Die "munition bleibt im magazin"
Die tschechische Presse ist nicht gerade freundlich zu Schick. Schlagzeilen wie "Die Munition bleibt im Magazin" zeigen die Frustration über seine bisherige Leistung. Trainer Miroslav Koubek betonte nach der 1:2-Niederlage gegen Südkorea, dass ein Sieg gegen Südafrika am Donnerstag (18 Uhr im LIVETICKER) nun unbedingt erforderlich ist, um die Hoffnungen auf den Einzug in die K.o.-Runde am Leben zu erhalten. Tschechien braucht dringend seine Torjägerqualitäten – und das, obwohl Schick in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 16 Treffern für Bayer Leverkusen einen respektablen vierten Platz in der Torschützenliste belegte.
Doch das Problem liegt tiefer. Schick war im Spiel gegen Südkorea kaum zu sehen. Elf Ballkontakte, null Torschüsse – ein erschreckender Wert für einen Spieler seines Kalibers. Koubek räumte ein: "Patrik war nicht wirklich sichtbar." Aber auch die Mitspieler scheinen Schick kaum in Szene zu setzen. Co-Trainer Jan Rezek erklärte: "Wir wissen, dass er mehr Unterstützung braucht! Im Moment gelingt es uns nicht, ihn in Positionen zu bringen, in denen er seine Stärken ausspielen kann."

Rosicky: "manchmal bräuchte er eine nackenmassage!"
Die Kritik an Schick ist in Tschechien nichts Neues. Doch die Worte der Legende Tomas Rosicky treffen den Nagel auf den Kopf. "Patrik tut mir wirklich leid. Die Leute kritisieren ihn oft, dass er während des Spiels nicht viel zeigt, aber wenn er keine guten Pässe bekommt, hat er es furchtbar schwer“, so Rosicky gegenüber Blesk. Seine Analogie ist ebenso treffend wie scharfsinnig: "Manchmal habe ich das Gefühl, dass er nach dem Spiel eine Nackenmassage bräuchte, weil die meisten Bälle über seinen Kopf hinwegfliegen!" Er kann sich zudem nicht erklären, warum viele Fans lieber Tomas Chorý im Sturm sehen wollen, obwohl dieser bei seiner Einwechslung nur vier Kopfballduelle gewinnen konnte – im Vergleich zu Schicks lediglich einem.
Rosicky ist empört über den Umgang mit dem Topstürmer: "Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass er überhaupt noch zu den Nationalmannschaftstreffen fährt!" Das zeigt, wie ernst die Lage ist und wie groß der Druck auf Schick ist.

Zeitdruck und ein fragwürdiges system
Tschechien, klarer Favorit im Spiel gegen Südafrika, hat in der WM-Qualifikation bereits bewiesen, dass die Rolle des Favoriten nicht unbedingt guttut. Die Niederlage gegen den Fußball-Zwerg Färöer und die knappen Siege im Elfmeterschießen zeigen, dass das Team von Miroslav Koubek unter Druck steht. Die Boulevardzeitung Blesk fordert nun: „Durch eine Umstellung des Systems, der Aufstellung, der Taktik – wie auch immer. Hauptsache sofort!“ Der Trainer muss eine Lösung finden, um Schick in das Spiel einzubinden und ihm die Chance zu geben, seine Klasse zu zeigen. Andernfalls droht die Mission WM für Tschechien zu scheitern.
Schick muss liefern. Tschechien muss ihn unterstützen. Sonst bleibt die "Munition" tatsächlich im Magazin – und die WM-Träume zerplatzen.
