Cádiz bangt zurück: vizcaíno wehrt spekulationen mit harter hand ab

Manuel Vizcaíno, Präsident von Cádiz CF, hat in einer ungewöhnlich offenen Pressekonferenz die Spekulationen um seinen Rücktritt und die finanzielle Stabilität des Vereins entschieden zurückgewiesen. Nach wochenlangem Schweigen präsentierteer den neuen Dauerkartenverkauf für die Saison 2026/27 und nahm damit Stellung zu einer turbulenten Zeit, die von sportlichem Abstiegskampf und einer spektakulären Börsennotierung geprägt ist.

Eine saison zum vergessen: vizcaínos ehrliche analyse

Vizcaíno gestand, dass die vergangene Saison die „schwierigste“ seiner Karriere war. Der verpasste Aufstieg gegen Athletic Bilbao habe ihn „corporativ sehr hart getroffen“, doch die aktuelle Lage nach dem Abstieg sei eine ganz andere Herausforderung. „Wir haben uns in einem Zustand der Rekonversion befunden und dachten, wir seien gerettet. Dann kam alles sehr abrupt.“ Er übernahm die Verantwortung für die sportliche Situation und betonte, dass das Problem nicht im strategischen Konzept des Vereins liege, sondern vielmehr im mangelnden Ertrag der Mannschaft.

Die Zusammenstellung des Kaders sei nach seinen Worten ein Fehler gewesen. Obwohl der Verein sowohl junge Talente als auch erfahrene Spieler wie Yussi Diarra, Fali, Ortuño und Suso verpflichtet habe, hätten die erfahrenen Kräfte nicht die nötige Stabilität in die Mannschaft gebracht. „Die Spieler, die dem Team Halt geben sollten, haben es nicht getan. Und wir dürfen nicht vergessen, was das Trikot von Cádiz bedeutet.“

Kein rückzug: vizcaíno verteidigt seine position

Kein rückzug: vizcaíno verteidigt seine position

Vizcaíno wies hartnäckige Gerüchte über einen möglichen Verkauf seiner Anteile entschieden zurück. „Auf keinen Fall. Bereits 2016 gab es die gleichen Meldungen, immer wenn wir verlieren. Es sind die gleichen, die mit den gleichen Spekulationen und Drohungen kommen. Sie brauchen jemanden, den sie täuschen können, und einen Narren, der es glaubt.“ Er machte deutlich, dass der Verein stabil sei und dies auch bleiben werde. „Ich werde nicht in die Falle tappen.“

Kritik an spielern und verteidigung technologischer projekte

Kritik an spielern und verteidigung technologischer projekte

Vizcaíno äußerte sich harsch über das Verhalten einiger Spieler, insbesondere von Ontiveros. „Er hat dem Trikot, dem Wappen und den Fans von Cádiz den Respekt versagt. Er wird nicht mehr der Spieler sein, der er einmal war, weil er es nicht will.“ Er betonte zudem die Bedeutung technologischer Projekte wie Nomadar und Nomodor, obwohl diese von der Öffentlichkeit kritisiert werden. „Wenn wir Spiele verlieren, interessiert sich niemand für Nomadar. Es ist ein notwendiges Projekt für das Wachstum des Vereins und bringt uns Einnahmen.“ Er kündigte an, rechtliche Schritte gegen Plattformen und Medien zu unternehmen, die falsche Informationen verbreiten.

Blick nach vorn: idiakez bleibt und vizcaíno plant langfristig

Trotz der schwierigen Situation bestätigte Vizcaíno die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Trainer Idiakez. Er wünscht sich eine Mannschaft, die mit Intensität spielt, und deutete an, dass die finanzielle Situation des Vereins solide sei, trotz der komplexen Abwicklung von Spielertransfers. „Wir sind mit den Zahlungen auf dem neuesten Stand.“ Vizcaíno schloss die Pressekonferenz mit einer deutlichen Aussage ab: „Ich sehe mich noch viele Jahre als Präsident von Cádiz. Ich werde kein Ablaufdatum nennen. Ich möchte mit diesem Projekt weitermachen.“