Messi verpasst rote karte – schiedsrichter ittrich erklärt entscheidung

Ein Auftakt nach Maß für Argentinien bei der WM 2026 – und ein Schweinegeld für Patrick Ittrich. Lionel Messi führte sein Team mit drei Toren zum Sieg gegen Algerien (3:0) und egalisierte den WM-Torrekord von Miroslav Klose. Doch der Superstar hätte eigentlich schon in der ersten Halbzeit vom Platz fliegen müssen, so der Bundesliga-Schiedsrichter.

Die strittige szene: ein foul, das hätte rot bedeuten müssen

In der 31. Minute hatte Messi den algerischen Kapitän Aissa Mandi mit einer offenen Sohle erwischt. Eine Aktion, die für Patrick Ittrich klar und deutlich eine Rote Karte nach sich ziehen hätte müssen. „Für mich ist das eine Rote Karte“, erklärte der erfahrene Unparteiischer bei MagentaTV. „Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde. Er wollte das nicht, ohne Frage, aber das ist kein Grund, keine Rote Karte zu geben.“

Die Bilder sprachen eine deutliche Sprache: Mandi wurde unglücklich am Schienbein getroffen, und die Szene hätte das Spiel fundamental verändern können. Ein Messi-Ausschluss hätte nicht nur den weiteren Verlauf des Matches beeinflusst, sondern auch die Dynamik der gesamten WM-Gruppe verändert.

Die kriterien für übermäßige härte und die rolle des videoassistenten

Die kriterien für übermäßige härte und die rolle des videoassistenten

Ittrich führte die Kriterien für eine Rote Karte für übermäßige Härte aus: „Chancen, den Ball zu spielen, Trefferbild und Dynamik. Wenn zwei erfüllt sind, kannst du immer eine Rote Karte geben, besser sind drei. Hier sind zwei erfüllt. Chancen, den Ball zu spielen, hat er nullkommanull. Das Trefferbild sieht ganz übel aus. Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik.“ Er betonte jedoch, dass der Videoassistent sich nicht eingemischt habe. „Ich bin immer vorsichtig mit solchen Aussagen, weil ich als Schiedsrichter immer nach bestem Wissen und Gewissen handle“, so Ittrich. „Da ist jetzt keiner von der FIFA, der von hinten reinkommt und ruft: ‚Ey, es ist Messi‘.“

Die Situation sei für den Schiedsrichter „völlig unerwartbar“ gewesen, weshalb er möglicherweise „ein bisschen abgeschaltet“ habe. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wie hätte sich das Spiel entwickelt, hätte Messi die Rote Karte erhalten? Ein Sieg für Algerien gewesen? Eine frühe Elimination für Argentinien? Die Spekulationen sind erlaubt.

Messi selbst scheint die Kontroverse um die Szene unbeeindruckt. Mit seinen drei Toren gegen Algerien bewies er einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse und untermauerte seinen Status als Fußball-Gott. Doch die Diskussion um die mögliche Rote Karte wird die Gemüter weiter bewegen und die Frage aufwerfen, ob der Superstar in Zukunft stärker geschützt wird – oder ob seine Privilegien bei zukünftigen Fouls einer echten Überprüfung unterzogen werden.