Mcgrath kämpft in hafjell um den slalom-weltcup – straßer enttäuscht

Atle Lie McGrath hat die Nerven behalten. Nach dem ersten Lauf beim Weltcupfinale in Hafjell liegt der Norweger auf Rang sechs – und damit genau dort, wo er stehen muss, um den Slalom-Weltcup nach Hause zu tragen. Sein schärfster Verfolger Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien liegt auf Platz fünf, aber in der Gesamtwertung noch immer 41 Punkte zurück. Das ist kein Rückstand, das ist ein Puffer.

Ein rennen, das über die kleine kristallkugel entscheidet

Das letzte Rennen der Saison, das letzte Wort. McGrath muss Braathen nicht schlagen – er muss ihn nur im Auge behalten. Solange der Brasilianer nicht davonläuft und der Norweger nicht einbricht, geht die Kugel nach Norwegen. So einfach ist die Rechnung.

Theoretisch mischt auch Henrik Kristoffersen noch mit. Der Norweger liegt im Zwischenklassement auf Rang zwei, direkt hinter Weltmeister und Olympiasieger Loic Meillard aus der Schweiz. Aber Kristoffersen braucht Patzer von McGrath und Braathen gleichzeitig – und das grenzt heute an Wunschdenken. Ähnliches gilt für den Franzosen Clément Noël, Olympiasieger von 2022, der ebenfalls auf fremde Fehler angewiesen ist.

Straßer kämpft gegen die piste – und verliert

Straßer kämpft gegen die piste – und verliert

Weit weg vom erhofften versöhnlichen Saisonabschluss: Linus Straßer. Der Deutsche findet sich nach dem ersten Lauf auf Rang 13 wieder, beeinträchtigt durch eine nachlassende Piste, die ihn im ungünstigsten Moment erwischte. Kein Glück, kein Rhythmus – eine bittere Bilanz für einen Athleten, der sich mehr verdient hätte.

Der zweite Lauf beginnt. McGrath weiß, was auf dem Spiel steht. Und in Hafjell, bei Lillehammer, wo die Zuschauer jeden Schwung mitfühlen, könnte heute Abend ein Norweger als Weltcupsieger gefeiert werden – auf heimischem Schnee.