Matanovic und höler: freiburgs sturmduell vor dem europa-halbfinale

Freiburgs Offensive hat in den letzten Spielen eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen, und das Zusammenspiel der Stürmer Igor Matanovic und Lucas Höler steht dabei im Mittelpunkt. Während Matanovic nach der Winterpause eine herausragende Form zeigte, bewies Höler gegen Bayern München einmal mehr seine taktische Bedeutung – und das, obwohl er keineswegs der Starstürmer im klassischen Sinne ist.

Hölers einsatz gegen bayern: mehr als nur tore

Die Entscheidung, Höler gegen die Bayern in die Startelf zu stellen, war keineswegs von seiner Vorliebe für Treffer gegen den Rekordmeister (nunmehr fünf in der Liga) oder seinem bevorstehenden 300. Spiel für den Sport-Club geprägt. Vielmehr lag der Fokus auf seiner Fähigkeit, die extrem laufintensive Taktik des Trainerteams umzusetzen. Matanovic, der erst zwei Tage vor dem Spiel von einer anstrengenden Länderspielreise aus den USA zurückkehrte, wirkte sichtlich erschöpft.

Julian Schuster, der Coach des SC Freiburg, lobte Hölers Einsatz: „Luci hatte die ganze Trainingswoche, er hat sehr gut umgesetzt, was wir vorbereitet haben, hat gut trainiert und viel Energie gezeigt. Er hat sich das über die letzten Wochen verdient.“ Die Tatsache, dass Matanovic selbst auf seine Müdigkeit hinwies und Höler somit den Vorzug einräumte, zeugt von einem ausgeprägten Mannschaftsgeist. Ein Zeichen von Reife und Persönlichkeit, das Schuster besonders hervorhob.

Matanovic zeigt größe und höler vergibt – aber was zählt, ist der teamgeist

Matanovic zeigt größe und höler vergibt – aber was zählt, ist der teamgeist

Auch nach der schmerzhaften Last-Minute-Niederlage gegen die Bayern bewies Matanovic seine Klasse. „Ich muss ein großes Lob an meinen Stürmerkollegen aussprechen. Was für ein Spiel er abgeliefert hat, sehr intensiv, und er hat sich auch mit einem Tor belohnt – das hat mich extrem gefreut“, erklärte der Kroate.

Trotz seines Treffers zum zwischenzeitlichen 2:0 für den SC Freiburg verpasste Höler es, die Führung auszubauen. Drei Großchancen ließ er ungenutzt, doch er gab nicht auf. „Ich trauere jeder Chance hinterher, aber ich bin froh, dass ich einfach weitergemacht und wenigstens eins gemacht habe“, sagte der 31-Jährige, der kurz darauf erschöpft ausgewechselt werden musste.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Nach einer präzisen Flanke von Bruno Ogbus hatte Matanovic kurz darauf eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Spielstand auf 3:1 zu erhöhen. Doch der Ball fand seinen Weg nicht ins Tor. „Die Flanke war unfassbar gut, ich hatte den Ball schon gut anvisiert, dass er perfekt auf meinen Kopf kommt. Leider kam Derry noch dazwischen“, so Matanovic, der Scherhant keinen Vorwurf machte. Denn im Profifußball will jeder Tore schießen, und das darf man ihm nicht übelnehmen.

Europapokal-halbfinale im visier: freiburg bereit für celta vigo

Europapokal-halbfinale im visier: freiburg bereit für celta vigo

Trotz der Niederlage gegen die Bayern ist sich Matanovic sicher, dass sein Team „viel Positives“ für das erste Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte gegen Celta Vigo mitnehmen kann. Dank seiner kroatischen Nationalmannschaftskollegen kennt er den Gegner bereits etwas besser. „Die Celta besser kennen“, so Matanovic.

Julian Schuster sieht im kommenden Spiel eine weitere große Herausforderung. „Am Donnerstag kommt eine Mannschaft mit hoher Qualität ins Freiburger Stadion, und ich rechne damit, dass es wieder ein sehr intensives Spiel wird.“ Doch wenn der SC Freiburg mit der gleichen Intensität und Leidenschaft wie gegen die Bayern auftritt, „können wir Celta Vigo schlagen.“

Die Frage, wer von Beginn an auf dem Platz stehen wird – Matanovic, Höler oder vielleicht sogar beide – bleibt offen. Doch eines ist sicher: Freiburg wird sich regenerieren, sich gut vorbereiten und sich auf ein neues Highlight freuen. Und das Team wird alles geben, um den Traum vom Europa-Pokal-Triumph am Leben zu erhalten.