Mara venier zerreißt schild, nennt kollegen „depp“ – live-krach bei domenica in
Die letzte Sekunde der Sendung war eigentlich für einen würdigen Abschied gedacht – und endete mit einem zerrissenen Karton und einem wütenden „Sei ein Depp!“. Mara Venier, Grande-Dame der italienischen Sonntagunterhaltung, riss Moderator Teo Mammucari live das Werbeplakat aus der Hand, während sie den 38-jährigen Rai-Kameramann Marco in Tränen verabschiedete. Die Geste ging durchs Netz, die Runde im Backstudio kam nicht mehr zur Ruhe.
Kein ultimatum, aber eine klare grenze
Stunden später meldete sich Venier bei Fanpage zu Wort. Erklärung: „Ich habe nie ‚er oder ich‘ gesagt. Das ist nicht mein Stil.“ Sie habe lediglich verlangt, dass Mammucari künftig nicht mehr in ihre Gäste-Runde platze. „Wenn er auftaucht, sind die Gäste verunsichert, das Gespräch kippt.“ Mehr ist nicht drin, versichert die 73-Jährige – privat bleibe der Komiker ihr „Bruder“, bald wohne er sogar eine Etage unter ihr.
Der Funke sprang, weil Mammucari während des emotionalen Moments mit dem Abschieds-Video für Marco plötzlich ins Bild stürmte und ein Schild hochhielt: „Sehen Sie nächste Woche wieder!“ Venier reagierte im Bruchteil einer Sekunde: „Das ist respektlos“, fauchte sie, riss das Plakat entzwei und schickte die Show ins Out. Für Zuschauer war der Schnitt abrupt, für Insider war die Spannung schon vorher spürbar.

Warum der vorfall weit über italien hinaus zählt
Live-Fernsehen ist ein Balanceakt zwischen Show und Kontrolle. Wenn Prominente Grenzen neu verhandeln, kocht das Publikum mit. Der Clip ging viral, innerhalb von 24 Stunden sammelte er auf TikTok 4,7 Millionen Aufrufe. Rai-Intendant Roberto Sergio sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob die Netz-Öffentlichkeit künftig mitredet, wer wann ins Bild darf. Teo Mammucari schweigt bislang, seine Management-Agentur teilt lediglich mit: „Er respektiert Mara und wird ihren Wunsch erfüllen.“
Für den Sportjournalisten ein Déjà-vu: Auch im Stadion entscheiden Sekundenbruchteile über Respekt oder Rüpel-Ruf. Venier hat mit einem einzigen Satz die Regeln neu geschrieben – und bewiesen, dass ein 38 Jahre langer Sender-Dienst keine Garantie für eine ruhige Rente ist. Die nächste Domenica In steht an, die Karten sind neu gemischt. Wer live dabei ist, bestimmt jetzt das Publikum – nicht mehr allein das Studio.
