Maier schießt scharf gegen nagelsmann: dfb-comeback für neuer unwahrscheinlich!
Die Debatte um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer im DFB-Tor bei der WM im Sommer flammt erneut auf – und wird von einer deutlichen Ansage der Torwart-Legende Sepp Maier gedämpft. Nach Neuers Glanzleistung beim Champions-League-Sieg gegen Real Madrid kocht die Diskussion, doch Maier hält ein klares Statement heraus, das die Hoffnungen vieler Fans zerschmettern könnte.
Ein zerbrochener maßkrug – geht da noch was?
„Wenn das stimmt, was man so hört, dann ist das Ding durch“, erklärte Maier im Gespräch mit Sport1. Sein Urteil ist unmissverständlich: Das Verhältnis zwischen Neuer und Bundestrainer Julian Nagelsmann sei irreparabel. „Einen zerbrochenen Maßkrug kannst du auch nicht mehr hinbekommen“, fuhr er fort, und spielte damit auf die traditionelle bayerische Gastfreundschaft an, die in solchen Situationen unerwartet scharf ist.
Selbst Lothar Matthäus, bekannt für seine oft provokanten Aussagen, bestätige diese Einschätzung. „Wenn sogar Lothar Matthäus sagt, das Tischtuch ist zerschnitten – ja mei, dann kannst du es eigentlich einrahmen und an die Wand hängen. Das wird nichts mehr“, betonte Maier.

Eitelkeiten oder leistung? maier stellt die grundsatzfrage
Maier, der selbst 82 Jahre alt ist, stellt die Frage in den Raum, ob es hier um sportliche Leistung oder um persönliche Eitelkeiten gehe. „Geht’s jetzt um Eitelkeiten oder um Leistung?“, fragte er rhetorisch. Für ihn ist es unvorstellbar, einen so erfahrenen und in Topform befindlichen Torwart wie Neuer aufgrund menschlicher Differenzen außen vor zu lassen. „Du kannst doch nicht so einen Torwart draußen lassen, nur weil’s menschlich knirscht. Das ist doch kein Betriebsausflug, das ist die Nationalmannschaft.“
Die Vorgehensweise von Nagelsmann kritisiert Maier scharf. „Früher hast du deine besten Leute aufgestellt, Punkt. Heute wird analysiert, moderiert, kommuniziert – und am Ende sitzt der Beste draußen“, so der ehemalige Torwart-Titan. Er erinnert an eine Zeit, in der Entscheidungen schneller und klarer getroffen wurden, ohne unnötige Diskussionen und Analysen.

Neuer selbst relativiert
Manuel Neuer selbst widersprach den Gerüchten über ein angespanntes Verhältnis zu Nagelsmann. „Das stimmt ja überhaupt nicht“, sagte er im ZDF-Sportstudio. „Wir haben uns damals ausgetauscht, er war mein Trainer gewesen. Ich war ja auch bei der Europameisterschaft Torwart unter ihm gewesen. Wir haben kein schlechtes Verhältnis. Wir haben ein gutes Verhältnis.“ Er betonte, dass ihn die externen Diskussionen nicht interessieren würden.
Die Leistung von Neuer gegen Real Madrid bezeichnete Maier als „Zauberei mit Handschuhen“ und fügte hinzu: „Gegen Real hat er gehalten, da hätte es mich früher zerrissen im Tor. Das ist doch keine normale Leistung mehr.“ Sein Urteil ist eindeutig: Neuer ist in Deutschland weiterhin die Nummer eins.
Die Frage, ob Nagelsmann bereit ist, seine eigenen Vorstellungen über Bord zu werfen und auf die unbestrittene Qualität Neuers zu setzen, bleibt jedoch offen. Denn eines ist klar: Die Nationalmannschaft braucht einen starken und selbstbewussten Manuel Neuer im Tor, wenn sie in Katar erfolgreich sein will.
