Luzern feiert, aber die tabelle lügt nicht: die championship-gruppe steht fest

Der FC Luzern schoss den FC Lausanne-Sport mit 4:0 aus dem Stadion, doch das Resultat war nur noch ein Schmuckstück ohne Mehrwert. Die Plätze für die Championship-Gruppe waren bereits verteilt, bevor der Ball rollte. FC Sion und BSC Young Boys sicherten sich die letzten Tickets – zwei Spieltage vor Schluss. Die Liga hat sich früh gespalten, und das wirft Fragen auf.

Die ewigen gesichter der top-six

Nur zwei Klubs haben in allen drei Jahren des aktuellen Modus jedes Mal die obere Hälfte erreicht: FC Lugano und BSC Young Boys. Beide schafften sogar beide Male den Sprung in den Europacup. Doch diesmal steht der BSCYB nur auf Rang sechs – ein Platz, der im Frühjahr eher nach Play-off-Angst als nach Champions-League-Ruf klingt.

Die Basler wiederholten ihren Vorjahres-Einzug, der ihnen 2024 den Meistertitel einbrachte. Servette Genf verpasst erstmals die Meistergruppe, nachdem der Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten acht Spielen die Richtung vorgab.

Grasshopper bleibt das paradebeispiel für stagnation

Grasshopper bleibt das paradebeispiel für stagnation

Unter den zehn Teams, die seit 2023 ununterbunden dabei sind, ragt der Grasshopper Club Zürich heraus – leider negativ. Keine einzige Qualifikation für die Championship-Gruppe, dafür schon zwei Barragen. Die Statistik spricht eine klare Sprache: 0 von 3. Für die Hoppers droht das Triple der Unlust, sollten sie auch 2026 wieder zittern müssen.

Den Gegenpol bildet der FC Thun. Der Aufsteiger schaffte den sofortigen Sprung nach oben, während der FC Sion nach einem Jahr Anlaufzeit folgte. Überraschung gelang dem FC Winterthur, der 2024 als Außenseiter die Top-Six kratzte. Für den FC Zürich und den FC Luzern ist die einmalige Teilnahme ein Armutszeugnis – beide hatten sich mehr erhofft.

Die frühe Trennung schad der LigaDie frühe Tabellen-Spaltung um den sechsten Rang entzieht der heißen Phase vor der Aufteilung den Nervenkitzel. 2023 rutschte Winterthur noch über den Strich, 2024 verdrängte der BSCYB den FCZ. In dieser Runde war die Entscheidung bereits am 31. Spieltag gefallen – ein Novum. Die Konsequenz: Spiele wie Luzern gegen Lausanne verlieren an Dramatik, weil sie nichts mehr bewegen.

Die Super League muss sich fragen, ob der Modus seine Wirkung verliert, wenn sich die Gruppe so früh aufstellt. Die Antwort liefert schon der Blick auf die Barrage-Plätze: Dort könnte 2026 zum dritten Mal in Folge dasselbe Logo stehen – das des Grasshopper Club Zürich.