Lions zeigen muskeln: gibbs-option bestätigt, campbell-zukunft ungewiss

Detroit – Ein Signal an die Liga und ein klares Bekenntnis zu einem Star: Die Detroit Lions haben die Fifth-Year-Option für Running Back Jahmyr Gibbs gezogen. Doch bei Linebacker Jack Campbell entschied sich das Franchise anders, was die Gemüter erhitzt und Fragen aufwirft.

Gibbs als eckpfeiler des offensivspiels

Die Entscheidung für Gibbs ist wenig überraschend, angesichts seiner herausragenden Leistungen in den vergangenen drei Spielzeiten. Der 24-Jährige hat sich mit 49 Touchdowns in nur drei Jahren einen Platz unter den produktivsten Spielern der NFL gesichert. Nach dem Abgang von David Montgomery zu den Texans wird seine Rolle im Backfield nun noch zentraler. Die Wettmärkte sehen ihn bereits als Top-Favorit für den Offensive Player of the Year Award 2026 – eine Bestätigung seines immensen Potenzials. Mit 1223 Rushing Yards und 13 Touchdowns am Boden sowie weiteren 616 Receiving Yards und fünf Touchdowns in der vergangenen Saison hat er bewiesen, dass er sowohl als Läufer als auch als Passfänger eine ernstzunehmende Waffe ist. Die Lions gewinnen somit Zeit, um über eine langfristige Vertragsverlängerung zu verhandeln und den jungen Star langfristig an sich zu binden.

Campbell im fokus: finanzielle hürden und zukunftsperspektiven

Campbell im fokus: finanzielle hürden und zukunftsperspektiven

Die Situation bei Jack Campbell ist komplexer. Obwohl er im vergangenen Jahr überraschend in den Pro Bowl berufen und sogar als First-Team All-Pro ausgezeichnet wurde, entschieden sich die Lions gegen die Option. Der Grund liegt vor allem in den hohen Kosten, die mit der Fifth-Year-Option für Linebacker verbunden wären. Da Linebacker gemeinsam mit Edge-Rushern eingestuft werden, hätte Campbells Option mit rund 21,9 Millionen US-Dollar zu Buche geschlagen – ein deutlich höherer Betrag als marktübliche Verträge für Inside Linebacker.

Aber: Campbell ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil der Lions-Defense. Mit 176 Tackles, neun Tackles for Loss, fünf Sacks und vier abgewehrten Pässen war er eine Konstante, die in jeder Saison besser wurde. General Manager Brad Holmes hat mehrfach betont, dass man langfristig mit ihm plant. Ein Szenario ähnlich dem bei Center Tyler Linderbaum in Baltimore, der ebenfalls seine Fifth-Year-Option verlor, bevor er später einen lukrativen Vertrag bei den Las Vegas Raiders unterschrieb, will man in Detroit um jeden Preis vermeiden. Es bleibt abzuwarten, ob die Lions nun versuchen werden, Campbell zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen oder ihn als Free Agent ziehen lassen.

Neben Gibbs und Campbell betrifft die strategische Planung auch Tight End Sam LaPorta und Safety Brian Branch aus derselben Draft-Klasse 2023. Die kommenden Monate werden zeigen, ob auch bei diesen Spielern Vertragsverlängerungen folgen, um das Kernteam der Lions langfristig zu stabilisieren. Die Entscheidung bei Campbell ist ein kalkuliertes Risiko, das das Potenzial hat, die Zukunft der Lions-Defense maßgeblich zu beeinflussen. Die Liga beobachtet gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.