Lineker kritisiert dfb-elf: „eine der schwächsten mannschaften, die ich je gesehen habe“
Der frühere englische Stürmerstar Gary Lineker hat in scharfer Kritik die deutsche Nationalmannschaft als eine der schwächsten überhaupt bezeichnet. Seine Worte, fallen nur wenige Tage vor möglichen Duellen bei der Weltmeisterschaft, lassen die Stimmung im deutschen Fußballteam deutlich abkühlen. Die Reaktion von DFB-Stürmer Kai Havertz ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten.

Der respekt vor dem erzrivalen schwindet
Linekers Äußerungen, veröffentlicht im französischen Fachmagazin L’Équipe, sind unmissverständlich: „Ich glaube – auch wenn ich mich irren kann –, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe.“ Die einst gefürchtete DFB-Elf, deren Erfolgsgeschichte von unzähligen Triumphen geprägt ist, scheint demnach ihren Schrecken verloren zu haben. Sollte es tatsächlich zu einem Achtelfinalduell gegen Frankreich kommen, sieht Lineker für die Equipe Tricolore „problemlos“ eine Qualifikation ins Viertelfinale vorprogrammiert.
Der Grund für diese düstere Prognose liegt demnach in der deutschen Fußball-Vergangenheit. „Deutschland lebt in der Vergangenheit“, so Lineker. Die verpassten Qualifikationen für die K.O.-Runden der letzten beiden Weltmeisterschaften scheinen ihn nachhaltig beeindruckt zu haben. „Man darf nicht vergessen: Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften sind sie nicht einmal über die Gruppenphase hinausgekommen“, ergänzte er mit einem Augenzwinkern. „Ich glaube also, man kann ruhig schlafen.“
Kai Havertz, der aktuell beim FC Arsenal in der englischen Premier League spielt, ließ diese Worte jedoch nicht auf sich sitzen. „Jeder kann seine Meinung haben“, entgegnete er, „Klar, bei so einem Turnier fangen viele Leute an, über einen zu sprechen. Ich glaube, da hört keiner groß hin.“ Er argumentierte, dass es immer einfacher sei, von außen zu kritisieren, und betonte, dass er sich davon nicht beeinflussen lasse: „Mich interessiert das wirklich null.“
Es ist bezeichnend, dass Lineker seinen legendären Spruch – „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen“ – bereits 2022 modifiziert hatte. Damals räumte er ein, dass die Deutschen nur dann gewinnen, „wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen“. Die Tatsache, dass Deutschland dieses Mal tatsächlich die Gruppenphase überstanden hat, ändert jedoch nichts an Linekers skeptischem Urteil. Es bleibt abzuwarten, ob die deutsche Mannschaft seine Vorhersagen widerlegen kann.
Die Worte eines Fußball-Idols wie Lineker, gepaart mit der Enttäuschung über die jüngsten Leistungen der DFB-Elf, lassen einen kalten Schauer durch den deutschen Fußball laufen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft unter dem Druck der Kritik bestehen kann – oder ob Linekers Worte eine bittere Realität bestätigen.
