Deeney schießt gegen englische angreifer: "arrogant und ignorant!"

Ein dicker Wutausbruch nach dem Sieg: Troy Deeney, der ehemalige Watford-Stürmer und nun gefragter TV-Experte, hat die Leistung der englischen Offensivkräfte im 2:0-Erfolg gegen Panama scharf kritisiert. Seine Worte sorgten für Aufsehen und eine hitzige Debatte.

Ein trio im visier: saka, rashford und madueke

Ein trio im visier: saka, rashford und madueke

Deeney ließ seiner Frustration auf CBS Sports freien Lauf und nahm kein Blatt vor den Mund mit Bukayo Saka, Marcus Rashford und Noni Madueke. Die Kritik richtete sich vor allem auf ihre Ballverluste und die vermeintliche Unterschätzung des Gegners. „Saka verliert den Ball 14 Mal, Rashford 20 Mal und Madueke sogar sieben Mal!“, so Deeney, der betonte, dass solche Zahlen nur akzeptabel seien, wenn der Spielaufbau stimme und schnelle, präzise Pässe gespielt würden.

Besonders an dem Auftritt von Madueke beim Einwechslung ärgerte sich der ehemalige Profi. „Madueke wirft den Ball einfach lange nach vorne, überspielt den Gegner, aber schießt ihn direkt ins Aus – das soll mich denn jetzt begeistern?“, fragte er rhetorisch. Auch Rashford bekam es mit seiner Tendenz zu selbstsuchtigen Torschüssen ausgereicht: „Er zieht ständig nach innen, um mit seinem starken Fuß zu schießen. Und wenn keine klare Torchance da ist, schießt er einfach, in der Hoffnung, dass jemand nachfackelt – das ist doch Verschwendung!“

Die Leistung der englischen Mannschaft verbesserte sich zwar in der zweiten Halbzeit, aber Deeney sah auch hier weiterhin Probleme. „Der Ball kam besser zu den Außenverteidigern, weil Panama jetzt selbst mehr Druck ausübte und sie sich duellieren ließ. Aber die Angreifer wurden nicht besser!

Deeney warf den Spielern vor allem Arroganz und Ignoranz vor. „Sie dachten, sie könnten Panama einfach so überspielen, nur weil sie in großen Vereinen spielen. Sie dachten: 'Ich bin schneller als der, ich überhole ihn einfach' oder 'Ich spiele bei XY, also bin ich besser als der.'“ Eine Denkweise, die ihm gar nicht in den Sinn kommt.

Die Tore zum 2:0 erzielten letztlich Jude Bellingham und Kapitän Harry Kane. Doch die Kritik von Troy Deeney zeigt, dass der Sieg gegen Panama nicht unbedingt für Zufriedenheit sorgte – zumindest nicht bei einem erfahrenen Experten wie ihm.