Acosta bricht ab: körperliche probleme beenden motogp-auftritt!
Assen – Ein Schock für die MotoGP-Fans: Pedro Acosta, der vielversprechende Youngster von KTM, musste im Rennen des Großen Preis der Niederlande in Assen aufgeben. Was zunächst wie ein technischer Defekt schien, entpuppte sich als dramatische Folge anhaltender körperlicher Probleme, die den jungen Spanier an den Rand seiner Belastbarkeit trieben.

Ein jahr der qual – schmerzen bei jedem rennen
Acosta selbst erklärte nach dem Rennen, dass er seit einem Jahr unter einem ungewöhnlichen Leiden leidet: „Es bleiben mir drei Finger an der rechten Hand eingeschlafen.“ Die Symptome variieren von Rennen zu Rennen, manchmal ist die Sensibilität vollständig verloren, manchmal nur gedämpft. Doch stets hat er sich gezwungen, weiterzumachen, da er die Funktion der Hand trotz der Beeinträchtigung noch beurteilen konnte. In Assen erreichte das Problem jedoch einen kritischen Punkt.
„Ich habe bereits am Samstag nach vier Runden gemerkt, dass es schlimm war. Heute Morgen nach drei Runden war es noch schlechter. Ich habe nicht erwartet, dass es so schlimm wird“, gestand Acosta. Die Situation verschlimmerte sich im Laufe des Rennens dramatisch. Er beschrieb, wie er das Gefühl verlor, die Finger zu spüren und nicht mehr wusste, wo sich der Bremshebel befand. „Als ich dann die ersten beiden Stürze hatte, wusste ich, dass es nichts wird.“
Die Operation steht bevor Acosta hatte bereits nach seiner Operation im vergangenen Jahr wegen eines Kompartmentsyndroms gewusst, dass ein erneuter Eingriff wahrscheinlich werden könnte. „Mir wurde gesagt, dass ich das in der Zukunft machen muss. Jetzt, da es immer häufiger vorkommt, ist es an der Zeit“, so der KTM-Pilot. Der Eingriff ist für die Zeit nach dem Rennen in Sachsenring geplant, um sich optimal auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten.
Die Problematik wird durch den neuen Fairing von KTM verschärft, der die Vibrationen der Maschine erhöht und die Belastung auf Acostas Hand weiter verstärkt. „Es ist ein bisschen wie ein Dominoeffekt“, erklärte er. „In langsamen Kurven wie in Jerez ist es weniger schlimm, aber in schnellen Kurven wie in Assen ist es deutlich spürbarer.“
Obwohl er sich über den Verlust der Punkte ärgerte – „Ich glaube, ich hätte mit Pecco und Marc mithalten können“ – betonte Acosta, dass er froh sei, das Rennen abgebrochen zu haben, bevor es zu einem schwerwiegenden Unfall kam. „Es hätte schlimmer kommen können.“
Die Fans dürfen hoffen, dass Acosta nach der Operation wieder in Topform zurückkehrt und seine beeindruckende Leistung von Beginn an wieder abrufen kann. Der junge Spanier hat bewiesen, dass er trotz der Widrigkeiten zu den schnellsten Fahrern der MotoGP gehört.
