Lewandowski pulverisiert inzaghi-rekord und lässt yamal alt aussehen

37 Jahre, 209 Tage – und zwei Tore, die das UEFA-Handbuch neu drucken lassen. Robert Lewandowski schoss Barcelona am Mittwochabend mit einem Doppelpack gegen Newcastle nicht nur mit 7:2 in den Viertelfinal-Traum, sondern sich selbst in die ewige Champions-League-Geschichte. Er ist nun der älteste Doppeltorschütze, den die Königsklasle je gesehen hat – und lässt selbst Filippo Inzaghi, den italienischen Phantom von Mailand, 123 Tage später alt aussehen.

Die Camp-Nou-Uhr zeigte 21.42 Uhr, als der Pole nach einer Flanke von Raphinha das 5:2 köpfte. Fünf Minuten später war er erneut zur Stelle – 6:2, Spiel entschieden, Rekord gebrochen. „Er spürt, wann der Moment kommt“, sagte Hansi Flick, der den 37-Jährigen trotz mörderischer Zweikämpfe mit dem englischen Riese Dan Burn durchspielen ließ. „Er zahlt Erfahrung in Tore um.“

Lewandowski übertrifft ronaldo – cristiano muss platz drei räumen

Mit 37 Jahren und 209 Tagen schiebt sich Lewandowski an die Spitze der Rentner-Bestenliste. Cristiano Ronaldo, einst selbst Stammgast in solchen Statistiken, rutscht auf Rang drei ab – er war „nur“ 36, als er zuletzt in einem K.-o.-Spiel traf. Die Zahl, die bleibt: Lewandowski hat nun 94 Champions-League-Tore, nur Ronaldo und Messi stehen vor ihm. Die Frage ist nicht mehr, ob er sie einholt, sondern wann.

Doch der Abend war nicht nur seine persönliche Ehrung. Lamine Yamal, 18 Jahre und 183 Tage jung, verwandelte einen Strafstoß zum 4:2 und wurde zum jüngsten Spieler, der in diesem Alter bereits zehn Treffer in der Königsklasse erzielt. Junge trifft, Alter trifft – Barcelona lebt seine Extreme.

Von der hölle in den himmel in 180 sekunden

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Vor dem Seitenwechsel sah es nach einem Krimi statt nach einem Rekord aus. Yamal leitete mit einem Fehlpass das 2:2 ein, Lewandowski verlor den Kopfball-Duell gegen Burn und verzog aus vier Metern. Die Twitter-Sphäte forderte schon den Auswechseln. Doch dann: Strafstoß, Yamal verwandelt. Flanke, Lewandowski köpft. Fünf Minuten, zwei Tore, zwei Rekorde. „Fußball ist Impulssport – und manchmal dreht sich das Rad schneller als der VAR“, kommentierte der katalanische Radiomoderator.

Barcelona steht nun im Viertelfinale, Newcastle steht vor dem Spiegel. Die Magpies kassierten sieben Tore, ihre höchste CL-Pleite überhaupt. Für Lewandowski ist es der dritte Rekord in diesem Jahr – und der erste, der ihn noch länger begleiten wird als seine Schienbeinschoner. Weil Rekorde sich nicht nur aus Zahlen, sondern aus Nächten wie dieser schreiben.