Leverkusen blockt brandt-comeback ab: rolfes zieht klare linie
Julian Brandt sucht im Sommer ein neues Zuhause – doch die Rückkehr zu seinem Ausbildungsklub Bayer Leverkusen ist vom Tisch. Sportchef Simon Rolfes versiegelte die Tür in der Sport1-Sendung Doppelpass mit einem trockenen: „Julian kein Thema.“

Grund: ibo maza ist die zukunft
Rolfes verwies auf den 20-jährigen Spanier, der seit Januar beim Werkself-Trainingslager dabei ist und intern als Nachfolger für die offensiven Außenpositionen geplant ist. „Wir haben mit Ibo einen super Spieler, der sich in den nächsten Jahren hervorragend entwickeln wird“, sagte der 44-Jährige. Die Botschaft: Junge, hungrige Kräfte schlägt den vermeintlich abgebrühlten Profi mit Titel-Trauma.
Brandt war 2019 für 25 Millionen Euro nach Dortmund gewechselt, weil er bei Leverkusen die Champions-League-Teilnahme und den ersten großen Pokal verpasste. Nun, sechs Jahre später, winkt der BVB wieder radikal – und der Nationalspieler soll gehen. Die Ironie: Das einzige Mal, dass Brandt mit Leverkusen einen Titel holte, war der DFB-Pokal 2024 mit Dortmund.
Rolfes ließ kein Fünkchen Zweifel, dass er grundsätzlich skeptisch gegenüber Rückholaktionen ist. „Ich habe immer gesagt, dass ich ehemalige Spieler nur holen würde, wenn sie eine klare sportliche Lücke füllen.“ Diese Lücke existiere nicht. Stattdessen setzt der Klub auf Maza, der in der U-21 schon sieben Tore in zwölf Spielen erzielt hat und als Hybrid aus Brandt und Wirtz gilt.
Die einzigen Ausnahmen auf Rolfes’ Liste: Kai Havertz und Florian Wirtz. Beide gelten als Sonderfälle – Havertz wegen seiner außergewöhnlichen Flexibilität, Wirtz wegen seines Status als Heimspiel-Idol. Brandt hingegen bleibt außen vor. „Er hatte uns damals verlassen, weil er vielleicht das Gefühl hatte, dass er nicht mit uns in der Lage ist, Titel zu gewinnen“, sagte Rolfes mit einem fast schon spöttischen Unterton. Die Rechnung: Wer einmal geht, muss auch mal draußen bleiben.
Für Brandt wird der Markt enger. Die Premier League schaut weg, Bayern ist verstärkt, Barcelona setzt auf Jugend. Bleibt Leipzig? Oder doch ein Auslandsklub, der das Tempo sucht, das Brandt in besten Tagen noch kann. Eines ist sicher: Die Rückkehr nach Leverkusen ist Geschichte – und die Zukunft heißt Maza.
