Lebron zieht sich zurück: kein vegas-team, kein deal, kein traum

LeBron James schiebt den Chip zurück. Nach Jahren des Pokerns um eine eigene Franchise in Las Vegas verließ der Lakers-Star die Spielbank, noch bevor die Karten auf dem Tisch liegen. „Nein, werde ich nicht. Überhaupt nicht“, sagte er nach dem 104:98 gegen Houston – so knapp, dass die Frage nach seinem milliardenschweren Vegas-Projekt im selben Atemzug erstickt wurde.

Von „ich will ein team in vegas“ zu „kein kommentar“ in 30 monaten

2022 noch ließ James in seiner Talkshow The Shop die Bombe platzen: ein NBA-Club im Glücksspiel-Mekka, finanziert aus eigener Tasche, mit ihm als Gesicht und Antrieb. Die Liga schickte erste verdeckte Scouting-Missionen, Investorengruppen bildeten sich, die Preisschätzungen kletterten auf sieben bis zehn Milliarden Dollar pro Lizenz. Dann kam Stille. Und jetzt das.

Warum der Rückzieher? In der Kabine der Crypto.com Arena flüstern Manager von „Kapitalknappheit“ – James hat sein Geld in Bostoner Fußball, Hollywood-Filmstudios und eine Pickleball-Liga gesteckt. Zudem schreibt die NBA neue Regeln: künftig dürfen aktive Spieler nur noch Minderheitsanteile halten, wenn sie gleichzeitig auf dem Parkett stehen. Bei einem möglichen 2028er Expansion-Draft wäre James 43, ein passiver Investor, aber kein Controlling-Partner. Für jemanden, der jeden Milliarden-Deal selbst dirigieren will, ein Schachmatt.

Die nächsten züge stehen bereits auf dem feld

Die nächsten züge stehen bereits auf dem feld

Am Dienstag tagt das Board of Governors in New York. Thema: Erweiterung um zwei Teams – Las Vegas und Seattle. Die Bewerbungsunterlagen liegen bereits, die Koffer voller Barvermögen auch. Die Liga will 2028 starten, damit Oklahoma City in den Westen wechseln und die geografische Balance halten kann. Brancheninsider rechnen mit einem Bieterrennen zwischen Tech-Milliardären, Casino-Konzernen und einem Konsortium um die Kraken-Besitzergruppe aus Seattle. James’ Name taucht in keinem Papier mehr auf.

Der 41-Jährige hat andere Sorgen. Mit 23 NBA-Saisons im Rücken jagt er den ersten Playoff-Einzug seit 2021, die Lakers stehen auf Kurs Platz neun. Seine Minutes sind auf 35 gesunken, die Sprungkraft auf 38 Zoll – Zahlen, die ihn mehr beschäftigen als Lizenzgebühren. „Ich spiele Basketball, bis meine Knie Nein sagen“, sagte er nach dem Houston-Spiel. Vegas kann warten. Die Uhr nicht.