Laliga schaltet alarmstufe rot: hass und beleidigungen in stadien nehmen zu
Die spanische Liga LaLiga hat erneut Alarm geschlagen: In ihrem wöchentlichen Bericht an den spanischen Fußballverband (RFEF) und die Kommission gegen Gewalt und Beleidigungen werden zahlreiche Vorfälle während der jüngsten Spieltage dokumentiert. Es geht um ein erschreckendes Niveau an Respektlosigkeit, das die Attraktivität des spanischen Fußballs gefährdet.

Eskalation im clásico und darüber hinaus
Der Clásico zwischen Real Madrid und Barcelona sorgte bereits für Schlagzeilen, und nun bestätigt LaLiga die gravierenden Vorwürfe: Zwischen der 2. und 82. Minute des Spiels kam es immer wieder zu Schmährufen gegen die gegnerische Mannschaft, ihre Fans und insbesondere gegen den brasilianischen Stürmer Vinicius Júnior. 14 separate Vorfälle werden in dem Bericht festgehalten – ein erschreckendes Bild der Eskalation im Dressderby.
Doch das Problem beschränkt sich nicht nur auf den Clásico. Auch bei weiteren Spielen der 35. und 39. Spieltage kam es zu unakzeptablem Verhalten. So wurden Schiedsrichter beim Spiel Oviedo gegen Getafe in zwei Fällen von Zuschauern beleidigt, während beim Spiel Betis gegen Real Sociedad ebenfalls Schmähungen festgestellt wurden.
Besonders hässlich gestaltete sich die Atmosphäre beim Spiel Málaga gegen Sporting. Hier wurden die gegnerischen Fans zehnmal beleidigt, während auch der Torwart von Granada beim Spiel gegen Córdoba zweimal zum Ziel verbaler Attacken wurde. Auch im Spiel Mirandés gegen Eibar und Huesca gegen Real Sociedad B wurden Schiedsrichter angefeindet.
Die Liga setzt auf ihre Plattform „LALIGAVS“, um Fans dazu aufzufordern, Vorfälle zu melden und so einen Beitrag zur Bekämpfung von Gewalt in den Stadien zu leisten. Aber die bloße Meldung reicht nicht aus. Es braucht eine konsequente Verfolgung und Bestrafung der Täter, um ein deutliches Signal an die Fans zu senden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der spanische Fußball muss dringend gegen die zunehmende Aggressivität vorgehen, bevor sie ausufert.
Die anhaltende Problematik unterstreicht die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen zur Förderung von Respekt und Fairplay im spanischen Fußball. Es ist nicht hinnehmbar, dass Spieler und Offizielle aufgrund von Hass und Diskriminierung beleidigt werden. LaLiga muss nicht nur die Vorfälle dokumentieren, sondern auch aktiver gegen die Täter vorgehen, um die Integrität des Spiels zu schützen. Denn Fußball sollte eine Freude sein – für alle.
