Lakers vertrauen auf eigengewächse: bisig und diethelm erhalten profi-chance

Die SC Rapperswil-Jona Lakers blasen zur nächsten Runde des Selbstversuchs. Robin Bisig und Marc Diethelm, zwei Buben aus dem eigenen Garten, kassieren für 2026/27 das erste bzw. zweite NHL-geprüfte Arbeitszertifikat. Kein Transfer-Hype, kein teurer Import – einfach zwei Junioren, die seit der U13 dieselbe Kabine putzen.

Robin bisig: vom einsiedler bauernhof zur national-league-kreide

20 Jahre alt, 1,86 m gross, und bereits acht Mal in der höchsten Schweizer Liga aufgelaufen. Bisig spielte sich dieses Jahr quer durchs Club-System: 29 Partien für Winterthur in der Swiss League, 22 Einsätze in der U21-Elit – und trotzdem blieb die NL-Option offen. Seine Belohnung: Ein Einjahresvertrag, der ihn endgültig aus dem «Extended Roster» befreit. Die Botschaft des Trainersstabs: Wer leistet, darf bleiben. Punkt.

Marc diethelm: 18 punkte in 29 spielen – und jetzt der grosse sprung

Marc diethelm: 18 punkte in 29 spielen – und jetzt der grosse sprung

Der Stürmer aus Rapperswil selbst war kein Geheimtipp mehr. In Winterthur avancierte der Power-Forward zur Identifikationsfigur – 18 Scorerpunkte, unzählige Checks, die die Gegner zur Seitenauslage beförderten. Dazu 22 Punkte in der U21-Elit und die Krone als Topskorer der Vorsaison. Für Diethelm zählt nun allein die Zeitlupe der National League. Sein Vertrag gilt ebenfalls für 2026/27, doch intern ist man sich sicher: Er wird früher kommen.

Die Lakers sparen nicht an Millionen, sondern an Spielminuten für Zuhause. Mit Bisig und Diethelm setzen die St. Galler auf zwei Athleten, die die Regionalkultur kennen – und die Gegner kennenlernen wollen. Der Meistertraum mag in Davos gären, in Rapperswil gärtet der eigene Nachwuchs. Die Devise lautet: Wer den Körper reinhaut, darf den Kopf durch die Tür stecken.