Nmecha fällt aus, nagelsmann muss umplanen: dfb-team verliert hoffnungsträger

Felix Nmecha wird nicht für Deutschland spielen. Der 25-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund zog sich im Pokal-Auswärtsspiel beim Hamburger SV eine Außenbandverletzung im Knie zu, wie der BVB am Montag mitteilte. Die Diagnose bedeutet: mehrere Wochen Pause, die Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana fallen flach.

Die Nachricht trifft Bundestrainer Julian Nagelsmann mit voller Wucht. Nmecha war in den November-Partien gegen Luxemburg und die Slowakei noch als Joker gefordert worden – als Mann, der Impulse setzen soll. Jetzt muss Nagelsmann improvisieren. Schon vor dem offiziellen Rückzug hatte er Angelo Stiller vom VfB Stuttgart nachnominiert. Nach Sport BILD-Informationen soll nun auch dessen Clubkollege Chris Führich nachrücken.

Verletzungspech trifft den dfb doppelt

Verletzungspech trifft den dfb doppelt

Neben Nmecha fehlt auch Aleksandar Pavlovic. Der 21-jährige Bayern-Profi laboriert an einer Hüftbeugereizung. Zwei Jungstars, die für frischen Wind stehen sollen, ausgefallen – das versetzt den Plan des Trainers ins Wanken. Die verbleibende Liste liest sich wie ein Kompromiss: Routiniers wie Antonio Rüdiger und Kai Havertz sammen mit Newcomern wie Lennart Karl und Kevin Schade, die Nationalmannschaft wirkt auf einmal zusammengewürfelt.

Für Nmecha kommt der Ausfall zur Unzeit. Gegen Hamburg hatte er einen Elfmeter verschossen, anschließend jubelte er trotzdem über den 3:2-Sieg. Jetzt sitzt er in der Reha, während seine Mitspieler im Trikot der Nationalmannschaft um den nächsten Sieg kämpfen wollen.

Die Ausfälle zeigen: Die Trotzphase des DFB ist noch lange nicht vorbei. Wer glaubte, mit jungen Talenten die Umbruchstimmung zu besänftigen, sieht sich eines Besseren belehrt. Die Bandagen sind noch nicht abgenommen, schon steht der nächste Ausfall fest. Die Qualifikation für die großen Turniere wird zur Geduldsprobe – für Spieler, Trainer und Fans gleichermaßen.