Kwasniok zieht die reißleine: castro-montes sofort zurück in der startelf

Lukas Kwasniok kann nicht mehr warten. Der 1. FC Köln empfängt am Samstag Borussia Dortmund, und der Coach setzt sofort wieder auf den Mann, der vor der Zwangspause Fahrt aufgenommen hatte: Alessio Castro-Montessteht nach überstandener Muskelverletzung von Anfang an auf dem Platz. „Ich kann vorwegnehmen, dass er beginnt“, sagte Kwasniog ohne Umschweife.

Rechte seite neu vermessen – el mala neben castro-montes

Die Außenbahn war zuletzt ein Notstand. In Augsburg fehlten mit Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Linton Maina drei nominelle Rechtsverteidiger; Jakub Kaminski musste improvisieren. Gegen den BVB kehrt die Kontinuität zurück. Neben Castro-Montes rückt Said El Mala ins Sturm-Trio, nachdem er seine Muskelhärte abgeschüttelt hat. „Er ist diese Woche marschiert, weil er von Beginn an spielen will“, berichtete Kwasniok. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Flügelflitzer neben Ragnar Ache und El Mala aufläuft, bezeichnete der Trainer als „sehr hoch“.

Die Personalie Linton Maina bleibt indes ein Kapitel für sich. Der Sprinter war nach seinem Rippenbruch bereits wieder im Kader, dann erwischte ihn ein Magen-Darm-Infekt – und ließ drei Kilo davonschwimmen. „Er hechelt ein wenig hinterher“, sagte Kwasniok und kündigte einen Joker-Einsatz an. Der Coach konnte sich einen Scherz nicht verkneifen: „Liebe Grüße an Linton, die zwei, drei Kilo weniger stehen ihm gut.“

Lazarett lichtet sich – aber nur langsam

Lazarett lichtet sich – aber nur langsam

Timo Hübers und Luca Kilian absolvieren nach Kreuzband- bzw. Knie-OP noch Einzeltrainings, Joel Schmied, Denis Huseinbasic und die beiden Muskelbündel Thielmann/Sebulonsen fallen weiter aus. Dennoch spürt Kwasniok einen Aufwärtstrend: „Es geht bergauf – vielleicht parallel auch mit den Ergebnissen.“

Nach zwei Unentschieden und einem Heimsieg in Serie hat der FC 32 Punkte auf dem Konto, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt fünf Zähler. Ein Erfolg gegen Dortmund würde das Polster vergrößern – und Kwasnioks Ruf als Mann, der Tabellenkrisen mit kallem Blut löst, weiter stärken. Castro-Montes und El Mala sind seine Trumpfkarten, Maina die Ass im Ärmel. Die Botschaft ist klar: Köln spielt nicht nur um Punkte, sondern um den Beweis, dass die Trendwende kein Strohfeuer war.