Kovac feiert dusel-sieg: bvb dominiert augsburg und die eigenen brüder

Der BVB hat Augsburg mit 2:0 weggedrückt – und dabei sogar die Schlotterbeck-Brüder gegeneinander ausgespielt. Nico ließ Keven alt aussehen, Kovac ließ endlich mal Regenmusik auf Signal spielen.

Keven lobt nico, nico zerlegt keven

Die Statistik zeigt 58 Prozent Ballbesitz, 17:4 Torschüsse, 2,7 zu 0,4 Expected Goals. Die Story zeigt zwei Brüder, die sich beim Handshake schon wussten: Nur einer geht mit drei Punkten nach Hause. „Er ist ein Top-Innenverteidiger, gehört zu den besten Deutschlands, wenn nicht der Welt“, sagte Keven über Nico – und meinte exakt die 90 Minuten, in denen ihm der kleine Bruder jeden zweiten Ball vor der Nase weggestochert hatte.

Finn Dahmen hinter ihm war der einzige Grund, warum das Ergebnis nicht 5:0 heißt. „Galligkeit, Laufstärke, Zweikampfintensität – das fehlte alles“, klagte der FCA-Keeper. Übersetzt: Augsburg ist in Dortmund nicht mal mehr ein Aufbäumen gelungen, sondern nur noch ein Auf-die-Uhr-Schaukeln.

Kovacs regenrede: endlich mal ein konzept statt kuddelmuddel

Kovacs regenrede: endlich mal ein konzept statt kuddelmuddel

„I’m singing in the rain“ – Kovac zitiert Gene Kelly, weil ihm sonst die Sprache fehlt. Seit Wochen predigt der Kroate, dass der BVB „die zweite Halbzeit runterspielen“ müsse. Gegen Augsburg passierte exakt das: Anton & Co. ließen nach dem 2:0 nicht nach, sondern drehten noch eine Gang höher. „Wir haben fast nichts zugelassen“, sagte Kovac – Satzung der letzten Jahre in Dortmund: Wenn wir nichts zulassen, lassen wir uns selbst nichts mehr einfallen. Diesmal war es umgekehrt.

Die Tabelle? Noch ein Fake-Foto. Aber die Stimmung im Block schwappt jetzt nach München rüber. Denn wer Augsburg so abmurkst, darf sich in der Allianz Arena träumen – und vielleicht sogar wieder von Regenliedern träumen lassen.