Köster erhält fair-play-preis – ein vorbild für handball & special olympics
Julian Köster, der neue Star im Angriff des THW Kiel, wird in der Handball-Bundesliga für Furore sorgen. Doch bevor er seine Karriere in Norddeutschland in Angriff nimmt, wurde der deutsche Nationalspieler mit einer außergewöhnlichen Auszeichnung geehrt: dem Deutschen Fair Play Preis des Deutschen Sports.

Ein engagement jenseits des spielfelds
Die Preisverleihung im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln war ein emotionaler Moment für Köster, der von Katja Kliewer, Vorständin der Deutschen Olympischen Akademie, mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet wurde. Der Grund: Sein unermüdliches Engagement als Botschafter von Special Olympics Deutschland. Seit Januar 2024 setzt sich der Handballer leidenschaftlich für die Inklusion von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Sport ein – ein Einsatz, der weit über die Anforderungen auf dem Spielfeld hinausgeht.
„Es geht mir darum, die Athletinnen und Athleten von Special Olympics Deutschland sichtbarer zu machen“, betonte Köster vor der Preisverleihung. Der Unterschied zwischen Handball und Special Olympics liege ihm besonders am Herzen: „Bei uns wird oft nur auf das Ergebnis geschaut. Bei den Special Olympics zählt die Reise, das Training, die Anstrengung, die man unternimmt, um überhaupt zu den Wettkämpfen zu gelangen.“
Die Ehrung fand im Rahmen des Olympic Day statt, einem zentralen Event zur Feier der Olympischen Bewegung. Umgeben von hunderten Kindern und den Special-Olympics-Stars Andrea Karmasch und Thomas Wendt, mit denen er seit den Landesspielen 2024 eine enge Freundschaft pflegt, beantwortete Köster Fragen. Seine Botschaft war klar und prägnant: Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Respekt – und vor allem die Gewissheit, dass jeder die Chance haben muss, mitzumachen. Niemand darf ausgeschlossen werden.
Kösters Einsatz für Inklusion ist nicht nur ein Beispiel für sportliches Fairplay, sondern auch ein Spiegelbild seiner Persönlichkeit. Er zeigt, dass Erfolg im Sport Hand in Hand gehen kann mit sozialem Engagement und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Ein Vorbild, das weit über die Handball-Bundesliga hinausstrahlt, und das zeigt, dass der wahre Sieg nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Herzen liegt.
