Schock in santa clara: türkei scheitert an paraguay – çalhanoğlu entschuldigt sich

Die türkische Nationalmannschaft hat ihre Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme vorzeitig begraben. Nach der zweiten Niederlage gegen Paraguay in Santa Clara steht fest: Für die Türkei gibt es keine Chance mehr auf das Weiterkommen. Die Enttäuschung ist riesig, und Kapitän Hakan Çalhanoğlu übernimmt die Verantwortung und bittet die Fans um Verzeihung.

Ein bitteres 0:1 – der traum ist geplatzt

Ein bitteres 0:1 – der traum ist geplatzt

Das Spiel gegen Paraguay war geprägt von verpassten Chancen und einem Quäntchen Pech. Zwar wurde die Türkei nach der Roten Karte für Paraguays Miguel Almirón in Überzahl, doch das erlösende Tor wollte einfach nicht fallen. Das 0:1 durch einen kapitalen Fehler in der Abwehr war der Genugtuungsschrei, den die türkischen Fans sich so sehr ersehnt hatten. Die Erwartungen waren hoch, besonders nach 24 Jahren ohne WM-Teilnahme. Doch nun ist der Traum geplatzt.

“Wir sind alle traurig”, gestand Çalhanoğlu sichtlich enttäuscht im Interview. “Ich möchte mich bei unseren Fans bedanken, die hierher gekommen sind, die uns zu Hause unterstützt haben. Gleichzeitig möchte ich mich bei ihnen entschuldigen. Wir haben versucht, alles zu geben, aber es hat einfach nicht sollen sein.” Die bittere Wahrheit ist, dass die Niederlage gegen Paraguay folgerichtig die zweite in der Gruppe D war, nachdem man bereits gegen Australien mit 0:2 verloren hatte.

Ein „Monnemer Jung“ mit großer Verantwortung Hakan Çalhanoğlu, der in Mannheim geboren wurde und seine fußballerische Laufbahn beim SV Waldhof Mannheim begann, trägt die Last der Enttäuschung besonders schwer. Seine Familie betreibt das „Calhanoglu Fußballzentrum“ in Mannheim, ein Zeichen seiner tiefen Verwurzelung in der Region. Er spielt mittlerweile für den italienischen Meister Inter Mailand, doch seine Verbindung zu seiner Heimatstadt bleibt ungebrochen.

“Die Erwartungen waren hoch”, so Çalhanoğlu weiter. “Aber ich bin stolz auf meine Teamkollegen, weil jeder sein Bestes versucht hat.” Trotz des vorzeitigen Ausscheidens blickt der Kapitän positiv in die Zukunft. “Die Türkei hat eine junge Generation an Spielern, die noch viele Turniere vor sich haben.” Ob er selbst zu diesen Turnieren noch einmal dabei sein wird, ließ er offen. “Für mich war es vielleicht das letzte, das weiß man nie.”

Die Partie gegen den Gastgeber USA am Freitag hat nun keine sportliche Bedeutung mehr, doch die türkischen Fans hoffen, dass ihre Mannschaft mit Würde aus dem Turnier ausscheidet und den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft legt. Die bittere Realität ist jedoch, dass der Traum von der WM vorzeitig zu Ende gegangen ist. Die Frage, die nun bleibt: Was wird aus der jungen türkischen Mannschaft?