Pogacar: so überlegen ist das kaum zu beschreiben!
Die Tour de Suisse hat erneut deutlich gemacht: Tadej Pogacar ist im Moment einfach eine Klasse für sich. Die Konkurrenz rätselt, sucht nach Erklärungen und kommt zu verblüffenden Vergleichen. Koen Bouwman, Routinier im Peloton, traf es drastisch: Pogacar agiere wie ein Amateur gegen Profis.
Die diskrepanz, die schockiert
Bouwman, im Podcast „In het Peloton“ zu Wort gekommen, malte ein Bild, das die Überlegenheit des Slowenen in einem absurd neuen Licht erscheinen ließ. Er verglich den Unterschied zwischen ihm selbst und den Amateuren, mit denen er in seiner Heimat gelegentlich fährt, mit dem Abstand zwischen Pogacar und dem Rest des Profipelotons. „Jeder regionale Radklub hat ein Sommerrennen. Dort fahre ich gegen Landschaftsgärtner, die von sieben Uhr morgens bis zum Abend Bäume fällen und Fliesen verlegen“, erklärte der Niederländer. „Trotzdem kann ich sie abhängen, wenn ich will.“
Aber die Situation mit Pogacar sei eine völlig andere. „Ich glaube wirklich, dass der Unterschied zwischen den Amateuren und mir genauso groß ist wie der Unterschied zwischen Pogacar und mir. Der Unterschied ist so unglaublich, dass man es nicht mal beschreiben kann“, betonte Bouwman. Diese Aussage ist nicht nur ein Ausdruck von Respekt, sondern auch ein eindringliches Eingeständnis der Dominanz Pogacars.

Oomens worte ringen nach erklärung
Auch Sam Oomen, sein Landsmann vom Team Lidl-Trek, fand nur schwer die richtigen Worte. „Ein Team, vor allem ein Fahrer, steht so weit über dem Rest, dass man es kaum begreifen kann, wie hart er fährt“, erklärte Oomen, dessen Gesichtsausdruck die Ehrfurcht vor Pogacars Leistung widerspiegelte. Die Ernüchterung ist spürbar. Die Frage ist, ob die Konkurrenz überhaupt eine Chance gegen den Slowenen hat, wenn er mit dieser Selbstverständlichkeit agiert.
Die Tour de France, die am 4. Juli beginnt, wird zeigen, ob Pogacar seine beeindruckende Form bestätigen kann. Doch eines ist klar: Die Marke Pogacar hat in den letzten Tagen einen neuen, noch höheren Punkt erreicht. Die anderen Fahrer müssen sich fragen, wie sie überhaupt mithalten sollen, während Pogacar die Konkurrenz mit einer scheinbar mühelosen Eleganz überrollt – ein Phänomen, das selbst erfahrene Profis wie Koen Bouwman sprachlos macht.
