Köln verliert abwehrspieler: simpson-pusey droht der abstieg

Jahmai Simpson-Pusey wird dem 1. FC Köln in den nächsten beiden Spielen fehlen. Der englische Innenverteidiger ist für zwei Partien gesperrt, nachdem er beim 1:2 gegen Borussia Dortmund mit Rot vom Platz musste. Das Foul an Maximilian Beier in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs war ein Akt der Verzweiflung – und könnte sich für den Tabellenvorletzten als folgenschwer erweisen.

Die rot-karte kam zur falschen zeit

Simpson-Pusey hatte Beier tief in der gegnerischen Hälfte von hinten an die Achillessehne gegrätscht. Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte zunächst Gelb, revidierte seine Entscheidung aber nach Einschaltung des Videoschiedsrichters. Köln spielte fortan in Unterzahl, kassierte in der 88. Minute zwar den Anschlusstreffer durch Jakub Kamiński, doch die Niederlage war besiegelt.

Nun fehlt der 20-Jährige im Abstiegskampf gegen den Hamburger SV und in der Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach. Beide Spiele gelten als Schlüsselduelle im Kampf um den Klassenerhalt. Köln steht mit 24 Punkten auf dem Relegationsplatz, punktgleich mit dem FC St. Pauli, der am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt nur 0:0 spielte.

Die abwehr liegt in trümmern

Die abwehr liegt in trümmern

Trainer Lukasz Kwasniok muss nun erneut umbauen. Timo Hübers und Luca Kilian fallen weiterhin aus, Joël Schmied und Sebastian Sebulonsen laborieren an Muskelverletzungen. Dominique Heintz kehrte zwar gegen Dortmund zurück, doch die personelle Lage bleibt prekär. Der FC hat nur eines der letzten fünf Spiele gewonnen, kassierte in dieser Zeit acht Gegentore.

Dazu kommt ein Verfahren des DFB wegen Äußerungen des Stadionsprechers. Michael Trippel hatte den Platzverweis gegen Simpson-Pusey mit „Pfui. Widerlich“ kommentiert. Der Verein rügte ihn, Trippel entschuldigte sich – doch die Aufmerksamkeit lenkt ab von der eigentlichen Baustelle: einer Defensive, die in der Saison bereits 45 Gegentore hinnehmen musste.

Köln steht vor dem Abgrund. Ohne Simpson-Pusey. Ohne stabile Abwehr. Und mit nur noch neun Spielen, um den Anschluss zu wahren.