Paralympics 2026: forster jagt zweites gold, eishockey-team spielt nur noch um ehre
Die Klingen krachen, die Monoski heulen – und Deutschland hofft. Am vierten Wettkampftag der Paralympics in Cortina geht Anna-Lena Forster in der Super-Kombi auf Medaillenjagd. Nach Gold in der Abfahrt und dem Fehlstart im Super-G ist das Rennen ab 9 Uhr ihre Revanche.
Forster will super-g-pleite vergessen machen
Die 28-Jährige aus Hinterzarten fuhr sich im Super-G selbst aus dem Rennen – ein Tor verpasst, Tränen nach dem Ziel. Heute zählt nur noch die Uhr. Im Slalom-Teil der Kombi kann sie zeigen, warum sie die schnellste Monoskifahrerin der Welt ist. Mit Andrea Rothfuss und Anna-Maria Rieder sind drei deutsche Frauen im Startfeld, bei den Männern schickt Bundestrainer Jürgen Weber Christoph Glötzner und Alexander Rauen ins Rennen.
Die Medaillen fallen ab 13 Uhr. Wer dann nicht auf dem Podium steht, kann die Spiele vergessen.

Eishockey-team spielt nur noch um kostbare restehrung
Um 10.05 Uhr geht es für Deutschlands Sleddogs gegen Italien – ein Spiel, das eigentlich keiner mehr sehen wollte. Nach 0:7 gegen China und 1:6 gegen die USA ist das Viertelfinale nur noch Theorie. Jetzt geht es darum, nicht als Gruppenletzter in die Platzierungsspiele zu rutschen.
Trainer Peter Willmann wird seine Startformation umkrempeln. Die Stammkräfte bekommen Pause, die Jungen dürfen zeigen, warum sie mit nach Italien durften. Gegner Italien hat ebenfalls nichts mehr zu verlieren – das macht das Duell zur reinen Schlagerei auf Kufen.

Langläufer jagen erste deutsche nordische medaillen
Ab 12.15 Uhr fliegen die Pole über die Loipe. Beim Klassik-Sprint der Frauen tritt Kathrin Marchand an – als erste Athletin überhaupt startet sie bei Sommer- und Winter-Paralympics sowie bei den Olympischen Spielen. „Drei Sportarten, ein Ziel“, sagt sie. „Das Podium.“
Anja Wicker hat schon Biathlon-Bronze und -Silber. Im Sprint will sie Gold. Bei den Männern gilt Sebastian Marburger als heimliche Karte. Der 24-Jährige aus Oberhof war in der Vorbereitung zwei Zehntel schneller als der Weltmeister aus Kanada. „Wenn das Timing stimmt, kann ich die Großen ärgern“, sagt er. Die Entscheidung fällt gegen 14.30 Uhr.
Am Ende des Tages wird klar stehen: Deutschland entweder mit drei Medaillen im Gepäck – oder mit leeren Händen vor den entscheidenden Wettkämpfen im Biathlon und im Snowboard-Cross.
