Wm 2026: 48 teams, 104 spiele – der verrückte fußballmarathon beginnt

Am 11. Juni fliegt in Mexiko-Stadt der erste Ball, am 19. Juli fällt im New Yorker MetLife-Stadion der letzte Pass – dazwischen liegt ein Monat, in dem der Fußball seine eigenen Gesetze schreibt. Die FIFA hat die 2026er-Edition zur XL-Typ-WM hochgeschraubt: 48 Nationen, 104 Partien, 16 Stadien, drei Länder. Eine Dauerbelastung für Muskeln, Taktikbretter und Fantasy-Manager.

Die Deadline für die 26er-Kader rückt näher. Luis de la Fuente Spanien wird seine Aufstellung am 25. Mai bekanntgeben, andere folgen zögerlich. Bis 1. Juni muss jeder Trainer seine endgültige Liste abgeliefet haben – ein Datum, das in den Klubstuben für kalte Schweißperlen sorgt, weil die Vorbereitung nur noch 16 Tage umfasst.

Elf stadien in den usa, drei in mexiko, zwei in kanada

Die Verteilung der Spielorte zeigt, wer das Sagen hat. Die USA stellen mit Los Angeles, Dallas, San Francisco, Seattle, Miami, Atlanta, Houston, Boston, Philadelphia, Kansas City und New York elf Arenen, Mexiko liefert das Azteca, Guadalajara und Monterrey, Kanada nur Toronto und Vancouver. Trotzdem darf Kanada im Eröffnungsblock gleich auftreten: am Freitag, 12. Juni, um 21 Uhr gegen Bosnien-Herzegowina.

Die Gruppenphase wird zum Dauerbrenner. Drei Partien pro Tag sind Minimum, an Spitzenzeiten rollen alle zwei Stunden Bälle über Rasen. Fans müssen sich entscheiden: Live-Erlebnis oder Streaming-Marathon? Die Logistik wird zur Disziplin – selbst FIFA-Innenminister kalkulieren mit 150 Charterflügen pro Tag.

Die ersten zwölf prognosen – mit einem paukenschlag

Die ersten zwölf prognosen – mit einem paukenschlag

Schon jetzt zeichnet sich ab, wer früh unter Druck steht. Brasilien trifft am Sonntag, 14. Juni, auf Marokko – ein Duell, das in Wahrheit ein Vorgeschmack auf das Viertelfinale sein könnte. Tite-Nachfolger Fernando Diniz setzt auf Alisson, Marquinhos und Vinícius, Marokko antwortet mit Bono, Achraf Hakimi und einem offenen Flügelduell über 80 Meter.

Die USA erwarten Paraguay am Samstag, 13. Juni, um 3 Uhr deutscher Zeit – ein Zeitfenster, das europäische Zuschauer kennen: Kaffee statt Bier, Frühstück statt Bratwurst. Gregg Berhalter setzt auf den jungen Stürmer Balogun, Paraguay wirft mit Almirón und Enciso zwei Konterraketen an den Start.

Frankreich gegen Senegal am Dienstag, 16. Juni, klingt nach Finale, ist aber nur die Gruppenphase. Didier Deschamps lässt Mbappé, Dembélé und Olise gleichzeitig laufen, Senegal kontert mit Mané, Nico Jackson und der Gueye-Doppelspitze. Die Physiotherapeuten beider Teams haben schon jetzt Überstunden gebucht.

Deutschland gegen curaçao – das vermeintliche leichtgewicht

Deutschland gegen curaçao – das vermeintliche leichtgewicht

Julian Nagelsmann trifft am Sonntag, 14. Juni, um 19 Uhr auf Curaçao – auf dem Papier eine Routineübung. Doch der 82. der FIFA-Weltrangliste hat mit Juninho und Leandro Bacuna zwei Deutschlandspezialisten, die in der 2. Liga spielen und jeden Zentimeter kennen. Baumann im Tor, Kimmich als Rechtsverteidiger, Wirtz und Musiala hinter Woltemade – Nagelsmann testet, ohne zu schonen.

Spanien startet gegen cabo verde – die afrikaner sind kein kanonenfutter

Spanien startet gegen cabo verde – die afrikaner sind kein kanonenfutter

Luis de la Fuente schickt Oyarzabal, Lamine Yamal und Nico Williams ins Rennen, doch Cabo Verde bringt mit Ryan Mendes und Willy Semedo zwei Flügelstürmer, die in Ligue 1 und Primeira Liga Erfahrung sammelten. Die Inseltruppe ist 69. der Welt, aber sie liefert sich in Afrika schon seit Jahren enge Duelle mit Nigeria und Ghana.

Die taktik-debatte: 26 statt 23 – segen oder fluch?

Die taktik-debatte: 26 statt 23 – segen oder fluch?

Die Aufstockung der Kader auf 26 Spieler scheint Luxus, verlangt aber neue Regeln. Mehr Optionen bedeuten längere Beratungen, mehr Daten, mehr Konkurrenz. Coaches wie Gareth Southgate und Lionel Scaloni haben intern schon angekündigt, auf einen klassischen dritten Torhüter zu verzichten und stattdessen einen flexiblen Feldspieler mitzunehmen. Die FIFA reagiert mit einer zusätzlichen Auswechslung pro Spiel – maximal fünf statt drei.

Fantasy-manager aufgepasst: movistar marca startet durch

Fantasy-manager aufgepasst: movistar marca startet durch

Wer die WM nicht nur schauen, sondern mitfiebern will, greift zum Fantasy-Manager von Movistar MARCA. Neue Regeln: Jede Runde muss ein Kapitän bestimmt werden, Auswechslungen sind bis zum Anpfiff erlaubt, Preise steigen und fallen in Echtzeit. Die erste Preisgeldausschüttung nach der Gruppenphase beträgt 50.000 Euro – genug, um sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Die Countdown-Uhr läuft. Noch 17 Tage bis zur Listenabgabe, noch 28 Tage bis zum ersten Pass. Dann zählt nur noch ein Satz: Wer durchhält, gewinnt – auf dem Platz und auf dem Sofa.