Knäbel krempelt sfv: machtpaket für den schweizer fussball?
Bern – Ein Erdbeben rollt durch den Schweizerischen Fussballverband (SFV): Präsident Peter Knäbel plant eine umfassende Umstrukturierung, die das Kräfteverhältnis im Verband grundlegend verändern könnte. Im Zentrum der Neuerung steht die Einführung einer neuen Schlüsselposition, die die sportliche Ausrichtung des SFV in Zukunft zentralisieren soll.

Die neue rolle: chief sports officer (cso)
Die Position des Chief Sports Officer (CSO) wird demnach direkt an Präsident Knäbel raportieren und auf Augenhöhe mit Generalsekretär Robert Breiter agieren. Das bedeutet eine deutliche Verlagerung von Kompetenzen, da Breiter künftig Teile seines Aufgabenbereichs abgeben muss. Der CSO wird die Verantwortung für die Männer- und Frauen-Nationalmannschaft sowie die gesamte Fussballentwicklung in der Schweiz bündeln – eine Machtkonzentration, die im SFV bisher so nicht existierte.
Die Delegiertenversammlung im Mai entscheidet über die Einführung dieser neuen Struktur. Sollte das Gremium grünes Licht geben, will der SFV rasch handeln und die Position noch vor der Weltmeisterschaft 2026 besetzen. Die Nachfolge von Nati-Direktor Pierluigi Tami wird erst danach geregelt. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten läuft bereits auf Hochtouren.
Laut Berichten kursieren bereits erste Namen, darunter prominente Ex-Nationalspieler wie Philippe Senderos und Diego Benaglio. Auch weitere Kandidaten mit internationaler Erfahrung werden in Betracht gezogen. Die Frage ist: Kann ein erfahrener Mann oder eine erfahrene Frau die Schweizer Nationalmannschaften zu neuen Erfolgen führen und gleichzeitig die Basisarbeit im Schweizer Fussball vorantreiben? Knäbels Ziel ist klar: Die Weichen für die Zukunft des Schweizer Fussballs sollen gestellt werden – mit spürbaren Auswirkungen bis hin zur Nationalmannschaft.
Es bleibt abzuwarten, ob die neue Struktur die erhoffte Effizienz und Professionalisierung bringt oder ob sie zu internen Spannungen und Machtkämpfen führen wird. Eines ist jedoch sicher: Der Schweizer Fussball steht vor einem Umbruch.
