Kim akzeptiert herausfordererrolle bei bayern – juventus macht ernst?
München – Minjae Kim, der Südkoreaner im Defensivzentrum des FC Bayern, scheint sich mit seiner aktuellen Situation im Verein überraschend gut zu arrangieren. Während in der Vorsaison der Innenverteidiger noch eine feste Größe war, kommt er unter Trainer Thomas Tuchel in dieser Saison seltener zum Einsatz. Doch statt Unmut zu zeigen, sieht Kim offenbar eine positive Seite in seiner Rolle als Herausforderer.

Die geduld zahlt sich aus: kims neue perspektive
„Ich habe noch nie eine lange Phase erlebt, in der ich nicht gespielt habe. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig“, gestand Kim in einem Interview mit dem koreanischen Medium Footballist. Doch die Erfahrung hat ihn verändert. Er verweist auf seine Schnelligkeit und die enorme körperliche Belastung, die der FC Bayern-Spielstil mit sich bringt. „Daher denke ich, dass die aktuelle Situation gut ist. Ich dachte immer, ständiges Spielen sei die Lösung, aber jetzt bin ich mit meiner Situation als Herausforderer zufrieden“, erklärte der 29-Jährige.
Die Verpflichtung von Jonathan Tah von Bayer Leverkusen im Sommer 2025 hat die Hierarchie in der Innenverteidigung des Rekordmeisters verschoben. Upamecano und Tah bilden aktuell das Duo, während Kim vorerst auf der Bank sitzt. Seine Vertragslaufzeit bis Sommer 2028 gibt dem FC Bayern noch genügend Zeit, die Situation zu beobachten. Die Achillessehnenentzündung, die Kim in der vergangenen Saison plagte, scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen, obwohl er sie trotz Schmerzen durchspielte.
Ein Wechsel nach Italien? Die Spekulationen um eine mögliche Zukunft von Kim in der Serie A nehmen Fahrt auf. Italienische Medien berichten von großem Interesse von Juventus Turin, wo Trainer Luciano Spalletti, der Kim bereits bei der SSC Neapel unter Vertrag hatte, ihn auf der Wunschliste stehen haben soll. Ob der Südkoreaner tatsächlich den Absprung nach Turin wagt, bleibt abzuwarten. Seine aktuelle Einstellung und die Bereitschaft, sich in eine herausfordernde Rolle zu fügen, könnten jedoch auch dazu beitragen, dass er in München bleibt und um seinen Platz kämpft.
Die Entscheidung liegt nun bei Kim und dem FC Bayern. Eines ist jedoch klar: Der Innenverteidiger hat sich dem Umbruch bei den Bayern gestellt und scheint bereit zu sein, geduldig auf seine Chance zu warten. Ob diese Chance in München oder Turin eintritt, wird die Zukunft zeigen.
