Nachbarfehde eskaliert: málaga-fans nach ausschreitungen vor gericht verurteilt

Die Stimmung kochte bereits vor dem Andalusier-Derby zwischen Málaga und Almería – und es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Nun stehen die Urteile: Vier Anhänger des CF Málaga müssen die Konsequenzen tragen.

Schnelle urteile nach den vorfällen

Schnelle urteile nach den vorfällen

Die Ereignisse, die sich vergangenen Sonntag im Umfeld des Stadions ereigneten, führten zu Festnahmen und einer schnellen Gerichtsverhandlung. Die Sección de Instrucción des Gerichts Nummer zwei in Almería sprach bereits heute über die Schuldzuweisungen und Strafen. Ein schneller Prozess, der die Vereine und Fans gleichermaßen beschäftigt.

Die vier malaguistischen Fans bekannten sich zu ihrer Verantwortung und akzeptierten die von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafen. Drei von ihnen wurden wegen Ruhestörung verurteilt. Das bedeutet eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro und ein Kontaktverbot zu Sportanlagen, in denen Spiele der Primera oder Segunda División stattfinden, für die nächsten zwei Jahre. Die Distanz: mindestens 500 Meter. Eine deutliche Botschaft an die Fangemeinde.

Besonders bitter für einen der Verurteilten: Er musste zusätzlich zur Ruhestörung eine Strafe für Körperverletzung akzeptieren – 100 Euro Geldstrafe. Das zeigt die Eskalation der Gewaltbereitschaft im Umfeld des Derbys.

Auch die Almería-Fans kamen nicht um den Strafsatz herum. Ein Anhänger des UD Almería befindet sich noch in der Untersuchungshaft, beschuldigt wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Ungehorsam und Ruhestörung. Er kündigte bereits an, rechtliche Schritte gegen die Polizei einzuleiten. Ein Schachzug, der die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft.

Die Urteile unterstreichen die Notwendigkeit, das Sicherheitskonzept bei solchen Spielen zu überprüfen und die Gewaltprävention zu verstärken. Die Freude am Sport darf nicht von Angst und Aggression überschattet werden. Die negativen Auswirkungen dieser Vorfälle auf den Ruf beider Vereine sind nicht zu unterschätzen.