Keane schimpft: spielerfrauen in trikots – „ein jahr später getrennt!“,n

Der Jubel über Englands 4:2-Sieg gegen Kroatien bei der WM war groß, doch Manchester-United-Legende Roy Keane fand wenig zu loben – und zwar abseits des Spielfelds. Während Fans und Familien der Spieler ausgelassen feierten, richtete der Ire seinen Unmut auf ein Detail, das ihm besonders missfällt: die Trikots der Spielerfrauen und -partnerinnen.

Keanes harsche kritik: mehr als nur ein mode-statement

Keanes harsche kritik: mehr als nur ein mode-statement

In der Sendung „The Overplay“ ließ Keane seine Meinung deutlich erkennen. „Bei der WM, wenn die Ehefrauen und Familien kommen und alle in Trikots mit Namen auf dem Rücken rumlaufen – wow“, kommentierte er spöttisch. Besonders ärgerlich schien ihm, dass es sich dabei nicht um eine homogene Gruppe handelte. „Kinder sind ja okay, aber Ehefrauen und Partnerinnen, die ihre Trikots mit dem Namen des Spielers auf dem Rücken tragen? Wow.“

Der Versuch seines Kollegen Ian Wright, die Tradition zu verteidigen, prallte an Keane ab. Seine Antwort war scharf und wenig diplomatisch: „Du bist also nicht meiner Meinung? Ein Jahr später sind die meisten getrennt!“ Die scharfe Bemerkung unterstrich seine Verwunderung darüber, wie öffentlich und vermeintlich selbstverständlich das Tragen der Trikots geworden sei. „Dann gibt es überall Fotos, auf denen ‚Jimmy‘ oder ‚Johnny‘ auf dem Trikot gezeigt werden. Wir wissen doch, mit wem ihr verheiratet seid!“

Keane scheint die gesamte Inszenierung als übertrieben zu empfinden. „Alle sitzen im selben Familienblock. Ich habe mein Trikot, hast du deins? Ich mache da nicht mit“, erklärte er. Die Kritik richtete sich nicht gegen den Stolz der Frauen auf ihre Partner, sondern gegen die vermeintliche Zurschaustellung und die damit verbundene Kommerzialisierung.

Wright verteidigte die Tradition noch einmal, betonte aber, dass es darum gehe, den Stolz auf den Partner auszudrücken. „Damit habe ich kein Problem, Roy. Euer Mann spielt und sie ist stolz auf ihn. Wenn sie sein Trikot tragen möchte, dann ist das doch völlig in Ordnung“, entgegnete der ehemalige Nationalspieler. Es bleibt abzuwarten, ob Keanes Ausführungen zu einer Debatte über die Grenzen des Fan-Supports und die Rolle von Familien bei Sportveranstaltungen führen werden. Denn eines ist klar: Roy Keane hat mit seiner Kritik mal wieder für Gesprächsstoff gesorgt – und zwar auf eine Art und Weise, die nur er kann.