Kamada: vom roma-flop zum wm-helden – und glasners glücksbringer!
Dallas, Texas – Daichi Kamada, der japanische Spielmacher, scheint sein persönliches Comeback gefeiert zu haben. Nach einer enttäuschenden Zeit bei Lazio Rom, wo er von Maurizio Sarri in der Hierarchie unter Guendouzi vergauscht wurde, hat er unter der Leitung seines ehemaligen Trainers Oliver Glasner beim Crystal Palace neue Lebensfreude gefunden – und jetzt glänzt er auf der Weltmeisterschaft.
Die glasner-connection: mehr als nur ein zufall
Die Geschichte von Kamada und Glasner ist bemerkenswert. Sie gewannen bereits 2022 gemeinsam die Europa League mit Eintracht Frankfurt. Als Sarri bei Lazio abgelöst wurde und Tudor übernahm, fand Kamada zurück zu seiner Spielstärke. Aber die eigentliche Überraschung kam, als Glasner ihn zum Crystal Palace lotsen ließ. Diese scheinbar magische Verbindung scheint für beide Seiten von unschätzbarem Wert zu sein. Glasner, der selbst an der Seitenlinie des FC Bayern gehandelt wurde, scheint Kamada als Schlüsselspieler zu betrachten.
Die Vielseitigkeit des Japaners ist beeindruckend. Er agiert sowohl als defensiver Mittelfeldspieler als auch als Spielmacher – und trifft dabei auch noch! Seine beiden bisherigen Tore bei der WM, jeweils gegen die Niederlande und Tunesien, zeigen seine Fähigkeit, entscheidende Momente zu kreieren. Die japanische Presse feiert ihn als „Fedeli“ von Glasner, einen Spieler, der dessen taktische Ideen perfekt umsetzt.
Und es ist nicht nur seine sportliche Leistung, die beeindruckt. Kamada, der in Anlehnung an einen koreanischen Schwimmer, der bei den Olympischen Spielen 1988 Gold gewann, diesen Namen erhielt, ist auch abseits des Feldes ein Vorbild. Er belohnte seine Eltern zunächst mit hochwertigen Uhren, dann mit einem Haus mit sieben Zimmern – eine Geste, die seine Dankbarkeit und seinen Respekt widerspiegelt. Sein jüngerer Bruder, ebenfalls Fußballer, erhielt ein Auto.
Das entscheidende Gruppenspiel gegen Schweden am Freitagabend (heute) wird für Japan eine Art Finale. Vier Punkte für Japan, drei für Schweden – der Sieger zieht direkt in die nächste Runde ein. Kamada selbst äußerte nach seinem Tor gegen die Niederlande einen prägnanten Satz: „Es fühlt sich an, als würde Gott mich beobachten.“ Seine Worte spiegeln den Glauben und die Entschlossenheit des gesamten japanischen Teams wider.
Die Zeit in Rom war für Kamada sicherlich ein Tiefpunkt. Sarri bevorzugte Guendouzi im 4-3-3 System, während Kamada vom 3-4-2-1 der Eintracht kam. Doch er hat sich davon erholt und präsentiert sich nun in Topform. Die Wechselwirkungen mit Glasner sind offensichtlich, und Kamada möchte diese positive Entwicklung bei dieser Weltmeisterschaft fortsetzen.

Ein glücksfall für glasner?
Ob Oliver Glasner Kamada im Sommer zum FC Bayern holen wird, ist zwar noch Spekulation, aber die Tatsache, dass die beiden so erfolgreich zusammenarbeiten, lässt vermuten, dass Glasner Kamadas Fähigkeiten hoch schätzt. Kamada wird seinen Wert definitiv unter Beweis stellen – und vielleicht sogar den entscheidenden Unterschied in Japans WM-Kampagne ausmachen.
