Jocky thomas: der darts-könig, der dem alkohol erlag

Zwei Mal Weltmeister, ein Jahrzehnt lang das Gesicht des Dartsports – und doch endet die Geschichte mit einem Schluck aus der Flasche. Jocky Thomas prägte die Bühne wie kein Zweiter, bis der Alkohol stärker war als seine Hand.

Der aufstieg eines ausnahmetalents

Thomas schaffte das, wovon viele träumen: Er wurde zur Ikone. Seine Pfeile trafen nicht nur das Bull’s Eye, sondern auch die Herzen der Fans. Doch hinter der Show verbarg sich ein Mann, der mit jedem Sieg ein Stück mehr von sich selbst verlor.

Die Zahlen sind unerbittlich: Spätestens nach dem zweiten Weltmeistertitel begann der freie Fall. Wer ihn damals in der Kabine erlebte, sah nicht mehr den strahlenden Champion, sondern einen Spieler, der zwischen den Sets die Flasche küsste statt des Trophäenrandes.

Alkohol – der gegner, der nie verliert

Alkohol – der gegner, der nie verliert

Andere legten sich strenge Regeln zurecht, Thomas trank. Während die Tour zunehmend professionalisierte, blieb er stehen – oder besser: sank. Die Turniere wurden zur Nebensache, die Kneipen zum Hauptfeld.

Ein ehemaliger Mitspieler erinnert sich: „Er kam mal mit 0,3 Promille auf die Bühne und traf trotzdem Tops. Das war sein Fluch: Solange die Hand noch zitterte, glaubte er, alles unter Kontrolle zu haben.“

Heute, mit 24 Jahren Abstand auf seinen letzten Titel, steht fest: Der Sport hat sich weiterentwickelt, der Mensch Jocky Thomas nicht. Die Legende lebt – aber als Mahnung, nicht als Vorbild.