Jaén paraíso interior erobert die copa de españa – nervenkrimi in granada
Die Copa de España gehört wieder Jaén Paraíso Interior. Nach 46 torlosen Minuten und einem Elfmeterschießen, das die Kehle trocken ließ, zerstörte der Andalusier das Traumhaus des FC Barcelona. 4:2 im Penaltyschiessen, 4. Titel insgesamt – und die 7.139 im Palacio Municipal de Granada jubelten sich die Stimme heiser.
Kein tor, aber ein herzinfarkt in 40 minuten
Die Anzeigetafel blieb auf Null, das Spektakel war dennoch riesig. Bereits nach zwei Minuten forderte Pito Strafstoß – vergeblich. Dann jagte Mati Rosa einen Volleyschuss über die Latte, Eloy Rojas traf nur den Pfosten, und Power rettete auf der Linie gegen Pito nach Matheus-Rodrigues-Kopfball. Barcelona antwortete mit Antonio Pérez, dessen Schuss sich ebenfalls ans Aluminium klatschte. Die Uhr tickte, die Beine wurden schwerer, aber die Köpfe blieben klar.
Die Verlängerung bot dieselbe Dramatik: Joao Salla setzte Bynho perfekt in Szene, Mati Rosa verpasste um Zentimeter. Power zog aus 14 Metern ab – Dídac Plana flog. Am Ende blieb nur die Lotterie vom Punkt. Dort war Espíndola der Held: Er hielt gleich zwei Barcelona-Schüsse, während Míchel, Mati Rosa und Eloy Rojas eiskalt verwandelten. Als letzter trat Rojas an – und schob zur Entscheidung ein.

Die zahlen sprechen: jaén dominiert die copa wie kein zweiter
Seit 2018 stand Jaén vier Mal im Endspiel, holte jedes Mal den Pokal. Die Bilanz: 4:0 Finals, 4:0 Trophäen. Barcelona bleibt bei zwei Titeln seit 2016 stehen. Die Andalusier haben die Königsklasse der spanischen Futsal-Szene längst zu ihrer privaten Feier deklariert.
Trainer Dani Rodríguez war nach Abpfiff kaum noch sprechfähig: „Wir haben wieder bewiesen, dass Herzschlag zählt, nicht Ballbesitz.“ Sein Gegenüber Javi Rodríguez fasste sich an der Kappe: „Wir haben alles versucht, aber Espíndola war einfach zu groß heute.“
Granada wird die Nacht nicht vergessen. Die Stadt, in der Jaén seine zweite Heimspielstätte gefunden hat, schickte die Katalanen mit leeren Händen nach Hause. Die Copa de España aber bleibt, wo sie hingehört: im Inneren von Jaén – und damit im Süden Spaniens.
