Ja morants saison-aus wirft memphis in den ausverkauf
Die Memphis Grizzlies haben Ja Morant abgeschrieben – und damit ihren Superstar. Nach der Diagnose Ulnarband-Zerrung links folgte sofort die Verkündung: Kein Spiel mehr in 2025/26. PRP-Therapie, Reha, Neustart erst im Oktober. Für einen Franchise, der die letzten drei Jahre 79 von 246 Partien ohne seinen Anführer bestreiten musste, klingt das wie ein Todesstoß.
Die bilanz ist gnadenlos: 20 einsätze, 87 millionen dollar
Morant kam 2019 als Nr.-2-Pick, wurde zweimal All-Star und einmal Most Improved, doch die Zahlen, die jetzt zählen, sind 79, 20 und 87. 79 Spiele seit 2022. 20 Auftritte in dieser Saison. 87 Millionen Dollar garantiert bis 2027. Memphis suchte schon vor der Trade-Deadline Käufer, fand aber keinen, der das Risiko einging. Die Liga schaut weg, wenn Verletzungslisten länger werden als Highlight-Videos.
Die Front Office um Zach Kleiman sitzt auf einem Pulverfass. Einem Tank-Commander ohne Kapitän. Die Grizzlies liegen 13. im Westen, 14 Spiele unter .500, und der Draft-Topf ist an Oklahoma City verspielt. Morants Marktwert schrumpft mit jedem MRI-Befund. Wer jetzt anruft, verlangt picks oder junge Spieler – nicht den 26-Jährigen mit fragiler Ellbogen-Logik.

Morants mythos zerbricht an der realität
Die Show-Dunks, die No-Look-Pässe, die 52 Punkte gegen San Antonio – sie alle verblassen, wenn die Mediziner von „partiellem Bandriss“ sprechen. Die Fans in der FedExForum tragen noch seine Trikots, aber die Stimmen in den Soaps und Podcasts kippen. „Trade him“ trendet in Tennessee. Die Franchise, die einst „Grit & Grind“ predigte, rutscht in ein „Wait & See“, das niemand mehr erträgt.
Und Morant selbst? Instagram-Storys aus dem Trainingsraum, Daumen hoch, Smileys. Doch hinter den Kulissen brodelt es. Sein Vater erzählt Freunden, Ja erwäge, die Agentur zu wechseln. Die Familie schaltet Anwälte ein, falls Memphis die nächsten 43,5 Millionen pro Jahr versichern will. Die Uhr tickt für beide Seiten.
Fakt: Ohne Morant liegt die Offense bei 108,4 Punkte pro 100 Possessions – mit ihm bei 116,7. Die Differenz ist ein Playoff-Platz oder Urlaub im April. Die Organisation muss sich fragen: Halten wir an einem Symbol fest, das kaum spielt, oder schlagen wir die Reset-Taste und handeln ihn für Draft-Kapital, bevor der Rest der Liga den Preis weiter drückt?
Die Antwort kommt spätestens im Juni. Bis dahin dürften die Grizzlies formal erledigt sein, Morants Ellbogen in einer Schiene und die Front Office-Phones auf lautlos. Memphis steht am Scheideweg, und Ja Morant – der einstige Hoffnungsträger – ist zum Handelsobjekt mutiert. So schnell kann Sport sein. So gnadenlos ist die NBA.
