Inter zwingt sommer in die zweite reihe – schweizer wartet auf ehre

Die Nerazzurri wollen Yann Sommer nur als Reservist weiterverpflichten. Der 37-Jährige lässt das Angebot bis Juni liegen – und schweigt über ein mögliches Karriere-Aus.

Inter legt sommer ein ultimatum ans bein

Inter legt sommer ein ultimatum ans bein

Mailand schiebt dem Schweizer Nationalkeeper einen Vertrag bis 2026 über den Tresen, doch das Kleingedruckte ist brutal: Stammplatz verboten. Hinter der Kulisse kursiert die Ziffer 12 – die Trikotnummer für Ersatzleute. Sommer soll Emil Audero oder einem noch nicht verpflichteten Neuen den Vortritt lassen. Die Gazzetta dello Sport spricht von „einer Demontage auf Raten“.

Die Begründung der Klubbosse klingt kühl: Alter, Gehalt von 3,5 Millionen Euro netto, mangelnde Resell-Value. Dabei ist Sommer seit seinem Wechsel 2023 in 67 Pflichtspielen unverzichtbar, verpasste nur eine Partie wegen Oberschenkelproblemen. Seine Quote von 74 Prozent gehaltener Elfmeter in der Serie A ist Liga-Bestwert. Doch Zahlen zählen wenig, wenn der Kalender 1988 zeigt.

Im Spätsommer wird Sommers Familie in Bergamo erwartet, doch der Torhüter schwankt. Basel lockt mit Heimspiel-Atmosphäre, ein Karriereende mit 38 Jahren samt Coaching-Lizenz. Zwischen den Pfosten flüstert man sich zu: „Wenn Inter Vicario aus Tottenham landet, ist Sommer weg – mit oder ohne Angebot.“

Die Uhr tickt. Bis Saisonende sind es noch fünf Spieltage, die Meisterschaft ist so gut wie sicher. Doch für Sommer geht es um mehr als Medaillen. Es geht um Würde. Und die lässt sich nicht verlängern wie ein Vertrag.