Barça zerquetscht ciudad real und zieht 13 punkte weg – titel nummer 33 nur noch formsache

43:26 – die spanische Handball-Maschine läuft heißer denn je. Der FC Barcelona entzauberte Caserío Ciudad Real, baute die Serie auf 20 Siege aus und kann den 33. Meistertitel in der Liga Nexus Energía Asobal fast schon einpacken.

Die Anfangsphase war kein Spiel, sondern eine Demonstration. Emil Nielsen wehrte im ersten Durchgang zwölf Bälle ab – ein Prozentsatz von 57 %, der Gästetrainer Joaquín Rocamora auf den Zehen hängen ließ. „Wir haben geahnt, dass es schwer wird, aber nicht, dass wir so früh mit dem Rücken zur Wand stehen“, sagte Rocamora nach Abpfiff mit gesenktem Blick.

Barça lacht, ciudad real zahlt lehrgeld

Die Folge: 22:10 zur Pause, ein Vorsprung, der Laune macht und Beine schont. Carlos Ortega hatte vor dem Champions-League-Viertelfinale eine „progressive Belastung“ angekündigt – seine Profis interpretierten das als Startfreigabe für Tempo-Tennis. Die Außenposition lief wie Uhrwerk, Adrián Sola schraubte sich auf sieben Treffer, und selbst Ersatzmann Djordje Cikusa durfte sich in die Schützenliste eintragen.

Dabei hatte Ciudad Real noch den Plan, mit sieben Feldspielern den Rückstand zu kürzen. Das Experiment wurde jedes Mal bestraft: Ballverlust, Gegenstoß, Tor – ein Muster, das sich bis zur 45. Minute wiederholte. Die Gäste fanden gegen den dichten Block kein Rezept; Statistik am Rande: Giovagnola, sonst Liga-Top-Torhüter, blieb bei 18 Gegentreffern fast werkunfähig.

Die Physiotherapeuten des Tabellenletzten hatten schon vor dem Seitenwechsel mit Muskelkrämpfen zu kämpfen, während Barças Bank fröhlich mitspielte. Dani Fernández verwandelte alle drei Siebenmeter – und das an seinem 25. Geburtstag. „Das wird ein schönes Geschenk“, grinste der Linksaußen, „aber ich hätte auch zwei Tore weniger genommen, wenn wir am Ende drei Punkte hätten.“

Die tabelle lügt nicht – und logroño zittert

Die tabelle lügt nicht – und logroño zittert

Die Rechnung ist denkbar einfach: 13 Punkte Vorsprung auf Dicorpebal Logroño, 16 Punkte sind noch zu vergeben. Selbst wenn die Riojaner am Samstag gegen Cangas gewinnen und Barça alle restlichen Spiele verlieren würde – der Meister kommt aus Katalonien. Sportdirektor Xuel Barceló will den Sachverhalt noch nicht zelebrieren: „Mathematik hin oder her, wir fahren nach jedem Abpfiff auf Null.“

Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit 2009 hat Barça alle Meisterschaften gewonnen, die Serie steht bei 15 Titeln in Folge. Die Konkurrenz schaut neidisch, der Verband diskutiert über eine Play-off-Reform, doch wer solche Torquoten erzeugt, braucht sich um Debatten nicht zu scheren. Die Frage ist nicht mehr, ob die Kroaten, Deutschen und Franzosen im Kader den Pokal holen – sondern wie groß die Schärfe des Finals in Köln sein wird.

Die Saison ist längst zur Galavorstellung mutiert. Und während Logroño auf Schützenhilfe wartet, trainiert Barça schon wieder – die Champions-League-Uhr tickt laut. 16. Mai, Viertelfinale, Gast aus Nordmazedonien. Dort will Nielsen seine Fangquote noch einmal nach oben schrauben. Die Gegner in Europa haben bereits gewarnt: Wer in Spanien Urlaub macht, sollte besser nicht in der Blaugrana-Zone landen.