Inter vs como: ticket-plattform verspricht zugang in drei klicks

Am 21. April entscheidet sich im Giuseppe-Meazza, wer ins Endspiel der Coppa Italia einzieht. Inter und Como trennt nach dem 0:0 im Hinspiel nur ein Tor, doch zwischen Fans und Stadion liegt oft noch ein bürokratisches Dickicht. Die Gazetta dello Sport wirbt nun mit Gazzetta Ticket für einen Weg, der angeblich „nur drei Klicks“ dauert.

So funktioniert der neue ticket-shop

Hinter der Seite steckt die Technik von Vivaticket, verpackt in das rosa Layout des Traditionsblatts. Interessierte wählen Inter-Como, zahlen direkt per Kreditkarte oder PayPal und erhalten den digitalen Pass per E-Mail. Kein Ausdruck, kein Versand, keine Warteschlange am Stadion. Der Preis? Ab 35 Euro für die Curva Nord, 120 Euro für Tribuna d’Onore.

Der Clou: Wer sich bis Sonntag entscheidet, spart die Servicegebühr von fünf Euro. Das klingt nach Schnäppchen, ist aber gleichzeitig ein Testballon. Denn Gazetta-Chefredakteur Andrea Monti will bis 2026 mindestens 30 Prozent des Ticket-Umsatzes über eigene Kanäle abwickeln – unabhängig von Drittanbietern wie TicketOne oder Viagogo.

Der zweite finalplatz bleibt offen

Der zweite finalplatz bleibt offen

Während Inter nach der Champions-League-Pleite gegen Arsenal wieder in die Spur finden will, reist Como mit dem Selbstvertrauen eines Aufsteigers an. Trainer Osian Roberts setzt auf die gleiche Dreierkette, die in der Serie B plötzlich auch Tore schießt. Die Frage ist nur: Hält die Abwehr auch gegen Lautaro Martínez und Marcus Thuram die Null?

Für Inter wäre der vierte Pokalsieg in Folge nicht nur ein Prestigeobjekt, sondern auch die Rettung einer bisher enttäuschenden Saison. Nach dem 0:0 im Sinigaglia droht bei einem erneuten Patzer das gleiche Schicksal wie 2022, als Milan im Halbfinale das Momentum nutzte und am Ende den Titel holte.

Die Gazetta feiert unterdessen ihren 130. Geburtstag mit einem Sonderangebot: Das Digital-Abo G-All kostet nur 1,30 Euro im Monat – gültig bis Ostermontag. Wer ein Ticket kauft, bekommt drei Monate geschenkt. Marketing oder Mehrwert? Für Komo-Fans auf jeden Fall ein Trost, wenn das Auswärtsticket plötzlich teurer ist als die Jahreskarte ihres Klubs.

Fazit: Die Tickets sind da, die Plattform wirkt schneller als der Konkurrenz. Ob sie auch sicherer ist, zeigt sich am 21. April – wenn 75.000 Zuschauer gleichzeitig online und offline auf den Knopf drücken.