Iborra lobt schiedsrichter-einsatz: respekt trotz der brisanz
Ein ungewöhnliches Lob kommt vonseiten des Levante UD: Der Co-Trainer Vicente Iborra hat sich nach dem knappen Sieg gegen Getafe äußerst positiv über die Leistung des vierten Offiziellen, Aleksandar Ivaylov, geäußert. In einer Phase großer Anspannung zeigte der Bulgare eine bemerkenswerte Souveränität und ermöglichte einen konstruktiven Dialog mit dem Interimstrainer.

Ein dialog auf augenhöhe: respekt im hochdruckkessel
Die Situation war angespannt. Iborra fungierte aufgrund der Sperre von Luís Castro als spielleitender Verantwortlicher an der Seitenlinie, während Castro sich in der Loge aufhielt. Doch anstatt einer Eskalation der Nervosität kam es zu einer erfrischend offenen Kommunikation mit Ivaylov. “Eine sehr angenehme Erfahrung”, schrieb Iborra auf Instagram und X, “die Möglichkeit, Meinungen und Sichtweisen auf das Spiel in natürlicher, respektvoller und bescheidener Weise auszutauschen, auch wenn sie nicht übereinstimmen.”
Die Bedeutung dieser Äußerung darf nicht unterschätzt werden. In einem Spiel, in dem sich Levante auf einen Sieg ausruhen musste, um den Abstand zur Abstiegszone zu verringern, und bei dem die Ergebnisse der anderen Partien den Druck noch verstärkten, war die Fähigkeit, auch unter Hochdruck einen konstruktiven Austausch zu führen, von großem Wert.
Besonders hervorzuheben ist die Ruhe und die Fähigkeit des Schiedsrichterassistenten, Argumente vorzubringen, ohne die eigene Nervosität zu verbergen. Die Atmosphäre im Stadion war angespannt, sowohl auf dem als auch neben dem Spielfeld. Der späte Siegtreffer von Carlos Espí in der 81. Minute und einige umstrittene Spielsituationen trugen dazu bei. Ein weiterer Beleg für die angespannte Lage war die umstrittene rote Karte für den Spieler Tavernes de la Valldigna, die schließlich durch die Video-Schiedsrichter-Technologie (VAR) korrigiert wurde.
Aleksandar Ivaylov Angelov Borisov, ein 29-jähriger Schiedsrichter aus Sofia, Bulgarien, der in der Primera RFEF pfeift, bewies, dass auch in der heißen Phase des Spiels Professionalität und Respekt die Oberhand gewinnen können. Er assistierte dem Hauptschiedsrichter Alejandro Quintero, der seinerseits von den Zuschauern mehrfach ausgebuht wurde. Die offizielle Spielbericht von LaLiga dokumentierte zudem “aufreizende Gesänge” gegen den Schiedsrichter, die während der ersten Halbzeit zu hören waren. Abgesehen davon zeigten Iborra und Ivaylov, dass eine positive und respektvolle Interaktion auch unter schwierigsten Umständen möglich ist.
Die Tatsache, dass ein Co-Trainer öffentlich einen Schiedsrichterassistenten für seine Professionalität lobt, ist ein seltenes und positives Signal für den Fußball. Es zeigt, dass auch in einem Wettbewerbsumfeld, in dem Emotionen oft die Oberhand gewinnen, ein konstruktiver Dialog und gegenseitiger Respekt die Grundlage für ein faires Spiel bilden können.
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