Hürzeler fordert arsenal heraus: „ich schrieb arteta die wahrheit"

Fabian Hürzeler schlägt nicht mehr nur mit der Faust aufs Rednerpult – er schickt jetzt auch SMS an die Premier-League-Spitze. Nach dem 0:1 gegen Arsenal ließ der Brighton-Coach die Gunners öffentlich auseinandernehmen, wegen Zeitspiels und Regelverdreherei. Am Freitag bestätigte er: Die gleiche Predigt landete Sekunden später als Textnachricht auf Mikel Artetas Handy.

„Respekt? ja. nachgeben? nie."

„Respekt? ja. nachgeben? nie."

Der 31-Jährige gibt sich diplomatisch, aber nur halb. „Ich habe ihm geschrieben, dass ich ihn für einen der besten Trainer der Welt halte – und dass er trotzdem Unsinn macht", sagt Hürzeler. Arteta antwortete, sie tauschten Meinungen aus, jeder verteidigte sein Team. Ende der Durchsage? Weit gefehlt. Denn Hürzeler zieht nach. „Die Statistiken geben mir recht", wirft er ein, ohne die konkreten Zahlen zu nennen. Jeder, der sich die letzten zehn Minuten der Partie ansieht, weiß, worauf er anspielt: Einwürfe, die langsam wie ein Wintertag in Brighton vergehen, Torhüter, die sich nach jedem Ballkontakt die Hände massieren.

Die Liga schaut weg, die Uhr läuft weiter – und Hürzeler hat die Schnauze voll. „Wir brauchen klare Regeln gegen Zeitspiel, nicht nur gegen Arsenal, überall", fordert er. Dabei weiß er, dass seine Worte wie ein Schuss auf den Tabellenführer wirken. Brighton steht auf Platz sieben, hat Europapokal im Blick und plötzlich ein Gesicht, das sich traut, den großen Klub anzupinkeln.

Arteta wird Meister werden, davon ist Hürzeler überzeugt. Trotzdem schickt er ihm eine SMS, die so ehrlich ist, dass sie wehtut. „Wenn du klein bist, darfst du trotzdem laut sein", sagt er. Die Premier League hat ihren jüngsten Rebel – und der hat gerade erst angefangen zu tippen.