Süle raus, özcan weg – bvb fegt millionen-block ab
Borussia Dortmund löscht zwei Stars vom Gehaltszettel. Niklas Süle und Salih Özcan laufen nach klarer Ansage der Bosse Ende Mai aus – obwohl die Abwehr ohnehin schon bröckelt.
Der Klub bestätigte am Donnerstag, dass beide Verträge nicht verlängert werden. Lars Ricken spricht von „gemeinsamer Entscheidung“, doch intern war die Trennung längst besiegelt. Süle kassierte seit 2022 rund 10 Millionen Euro pro Jahr, Özcan lag bei 3,5. Freigabe zweier Gehaltspakete, die den Kader entlasten sollen.

Ricken zieht reset-klinke – weitere abgänge wahrscheinlich
Die Ansage kommt heftig. Emre Can fällt mit Kreuzbandriss bis 2027 aus, die Zukunft von Nico Schlotterbeck ist offen, und Julian Brandt soll bereits einen neuen Klub gefunden haben. Intern heißt es: Wer sich nicht klar zur Verlängerung bekennt, wird verkauft. Schlotterbecks Berater erhielt bis 1. Juni Ultimatum, sonst folgt ein Sommer-Transfer.
Für Süle bedeutet das Aus ein abruptes Finale nach 95 Pflichtspielen. Der 30-Jährige galt als Edel-Transfer aus München, doch nach Kreuzband- und Muskelfehlern fiel er zu oft aus. Seine Präsenz in der Kabine war groß, die auf dem Platz blieb hinter Erwartungen zurück. Özcan lieferte sich nur sporadisch Zweikämpfe, die seine Stärke sein sollten – 61 Einsätze in drei Jahren reichen dem Trainerteam nicht.
Der BVB spart damit geschätzte 25 Millionen Euro Gehaltsmasse bis 2028. Das Geld will Sportdirektor Sebastian Kehl in einen Top-Verteidiger und ein Sechser-Talent ummünzen. Gespräche mit Jonathan Tah (Leverkusen) und Anton Stach (St. Pauli) laufen, beide hätten niedrigere Gehaltsforderungen und höhere Laufleistung.
Die Fans reagierten gemischt. Auf Twitter trendet #SüleRaus – einige bedanken sich für den Pokalsieg 2024, andere feuern: „Endlich Schluss mit Wellness-Fußball.“ Die nächsten Wochen entscheiden, ob Dortmund die frei werdenden Kapitänstellen mit Kampf oder mit Cash füllt.
