Hunt trifft in letzter sekunde: joventut rast nach 19-punkte-krimi wieder in die spur
Ein Dreier, der noch im Flug die Uhr zum Stehen bringt. Ein Hall, der das Barris Nord kurz zum Schweigen bringt. Und ein Kapitän, der seine Mannschaft mit 18 Punkten, davon den Siegerwurf, aus der eigenen Krise schleudert. Die Asisa Joventut besiegt Hiopos Lleida 88:86 – und schlägt zurück, als alle schon die weiße Fahne sahen.
Erst verloren, dann gewonnen: 0:13-run dreht die partie
Lleida startet nach der Pause wie entfesselt. Ejim trifft, Batemon trifft, Shurna trifft – 13 Punkte in Serie, 71:61 nach 30 Minuten. Die Penya wirkt platt, Hakanson verliert den Ball, Parker verfehlt den Ring. Was folgt, ist kein Befehl von Coach Dani Miret, sondern reine Selbstheilung: Kraag trifft aus der Ecke, Rubio reisst sich den Offensivrebound, Hunt schaltet in den Modus „brennender Gefallen“. Mit 1:20 auf der Uhr jagt er den Dreher über Agadas Finger – 86:88.
Die Zahl, die niemand auf dem Schreibtisch hatte: 27 Gegenpunkte im letzten Viertel nach 10 im dritten. Lleida erzielt nur noch drei Feldtreffer, Joventut wirft 70 Prozent. Ein 19-Punkte-Szenariowechsel in zehn Minuten.

Encuentra raus, hanga raus – disziplin wird zur waffe
Die Partie kippt schon vor der Pause. Gerard Encuentra fliegt mit zwei Technischen, Adam Hanga folgt wegen fünf Fouls. Doch statt zu collapsieren, nutzt Badalona das Chaos. Rubio lenkt das Spiel, Birgander klatscht zwei Blocks auf Ejim, Hunt übernimmt das Shot-Creating. „Wenn die Stars sitzen, müssen die Nächsten ran“ – Credo erfüllt.
Melvin Ejim (17 Punkte, 19 Rating) bleibt an der Front, doch seine Mitspieler verlieren den Faden. Die letzten vier Angriffe: Ballverlust, geblockter Lay-up, verwandelte Freiwürfe zu spät, verworfener Pass. Statistisch dominiert, emotional leer.

Die tabelle lügt nie: joventut klettert auf play-off-rang
Mit dem zweiten Sieg in Folge springt die Penya auf Platz sieben – ein halbes Dutzend Spiele vor Saisonende. Die Moral hat mehr Wert als ein leeres Konto an Liga-Punkten. Wer so zurückschlägt, wird im Mai nicht zu unterschätzen sein.
Lleida hingegen bleibt im unteren Drittel. Die Heimserie gerissen, die mentale Bruchstelle sieht man bis in die Kabine. Wer in der Crunch-Time den Ball nicht sicher ist, muss hinten drin hängen.
Am Ende steht eine Erkenntnis: Keine Führung ist sicher, kein Spiel vorbei, bis der Schrei des Netzes verstummt. Hunt traf – und Joventut atmet auf. Der Rest der Liga hat gewarnt bekommen: Diese Gruppe ist erst dann besiegt, wenn der Buzzer schreit.
