Hummels schießt gegen nagelsmann: "es muss sich ändern!"
Ein Beben im deutschen Fußball! Nach dem desaströsen Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM gegen Paraguay hat Mats Hummels, Weltmeister von 2014, seine Meinung zu Julian Nagelsmanns Arbeit als Bundestrainer unmissverständlich deutlich gemacht. Der Ex-Innenverteidiger fordert einen Wechsel auf der Trainerbank und offenbart dabei persönliche Ressentiments.

Die vergangenheit wirft lange schatten
Hummels ließ am Dienstagabend bei MagentaTV verlauten, dass er die Situation „so sieht: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern“. Dabei schob er nach, dass seine Beurteilung durch die Erfahrungen bei der Heim-EM 2024 getrübt sei. „Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen. Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert.“ Die Nicht-Berücksichtigung Hummels’ für das Turnier unter Nagelsmann nagt offensichtlich noch immer an ihm.
Doch es ist nicht nur die Vergangenheit, die Hummels’ Kritik befeuert. Er bemängelte auch Nagelsmanns Auftreten: „Ich fand auch, dass er zu schmallippig war und manchmal ein bisschen patzig rüberkam.“ Diese Beobachtung, so Hummels, sei eine „große Baustelle“, die Nagelsmann in Zukunft angehen müsse.
Die Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen (3:4) wirkte wie der finale Auslöser. Hummels plädierte für eine umfassende Analyse: „Was war in den knapp vier Jahren Amtszeit richtig gut und was nicht so gut? Dann werden Entscheidungen getroffen.“ Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit scheint für den 37-Jährigen kaum vorstellbar.
Nagelsmann selbst zeigte sich nach der Niederlage unbeirrt und betonte, er sei bereit, weiterhin die Mannschaft zu trainieren, sollte der DFB dies wünschen. Präsident Bernd Neuendorf kündigte hingegen eine ruhige Analyse an: „Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“
Die Frage, wer die Nationalmannschaft in Zukunft führen wird, hängt nun in der Luft. Die öffentliche Kritik von Hummels, einem Urgestein des deutschen Fußballs, dürfte den Druck auf den DFB und Nagelsmann weiter erhöhen. Es bleibt abzuwarten, ob der Verband sich für einen Neuanfang entscheidet oder an seiner aktuellen Strategie festhält.
