Hummels fordert klopp: kann nagelsmann-nachfolge retten – elfmeter-drama nagt!

Dortmund – Der Schock sitzt tief: Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM in Paraguay im Sechzehntelfinale an Elfmeterschießen gescheitert. Während Julian Nagelsmann seine Position noch nicht aufgegeben hat, brodelt es hinter den Kulissen – und Mats Hummels hat bereits klare Vorstellungen, wer ihm als Nachfolger des Bundestrainers am besten gefallen würde: Jürgen Klopp.

Klopp als retter in der not?

Die Enttäuschung ist greifbar, doch Hummels, ehemaliger Leistungsträger der Nationalmannschaft, sieht in Klopp eine mögliche Lösung. „Jede Mannschaft muss über Jürgen Klopp und Pep Guardiola nachdenken. Das sind die besten Trainer des letzten Jahrzehnts“, erklärte der 37-Jährige bei MagentaTV. Seine Zeit unter Klopp bei Borussia Dortmund, in der er sieben Jahre lang unter dessen Führung spielte, hat ihn nachhaltig geprägt. „Das ist schon eine Vorstellung, die mir sehr gut gefällt“, so Hummels.

Hummels ist überzeugt: Klopp könnte eine Mannschaft „gut in die Spur bringen“, eine Einheit formen, „wo es nur ums Gewinnen geht“. Dabei geht es nicht um das Wohlbefinden jedes Einzelnen, sondern um harte Arbeit und Erfolg – eine Einstellung, die Klopp eindrücklich verkörpern konnte.

Elfmeter-trauma und fehlender mut

Elfmeter-trauma und fehlender mut

Doch neben der sportlichen Kompetenz erhofft sich Hummels von einem neuen Bundestrainer auch eine positive Wirkung auf die Stimmung im Land. Das erneute Scheitern im Elfmeterschießen gegen Paraguay, das dritte Mal in Folge, dass die DFB-Auswahl eine WM ohne K.o.-Sieg beendet, hat tiefe Wunden hinterlassen. „Er könnte das Land nochmal komplett hinter sich vereinigen. Ich glaube, das hat er drin“, träumt Hummels.

Besonders bitter empfand Hummels das Verhalten einiger deutscher Spieler beim Elfmeterschießen. Dass arrivierte Kräfte wie Leon Goretzka nicht zum Zug kamen, während Amiri als fünfter Schütze und Tah, der noch nie einen Elfmeter schoss, als Sechster antreten musste, weil alle anderen zögerten, empfand der Ex-Dortmunder als „leider auch bezeichnend“. Er erinnert an das EM-Viertelfinale 2016 gegen Italien, als er sich nach einer Minute zum Trainer gewandt und erklärt hatte, er schieße. Damals wurde ihm zwar gesagt, dass bereits fünf Schützen gefunden seien, aber das Beispiel zeigt: Einsatzbereitschaft und Überzeugung sind entscheidend.

Dabei vergaß niemand, dass Tah den vermeintlichen Siegtreffer verhinderte und sich dem Druck stellen musste, obwohl er wenig Erfahrung mit Elfmetern hat. Die fehlende Überzeugung, sich zu behaupten, schmerzt. Es ist ein Zeichen, das weit über das einzelne Elfmeterschießen hinausgeht.

Die Suche nach einem neuen Bundestrainer ist in vollem Gange, und die Forderungen nach Konsequenzen werden lauter. Ob Jürgen Klopp tatsächlich auf die Bank der deutschen Nationalmannschaft zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Doch Hummels’ Appell ist klar: Deutschland braucht einen Trainer, der das Land wieder hinter sich vereint – und vielleicht ist Jürgen Klopp genau der Richtige.